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(171) Fatimiden: From Hero to Zero

Das letzte Mal haben wir gesehen, wie die Fatimiden die Herrschaft in Ägypten übernahmen. Mit Kalif al-Hakim (985 bis 1021, reg. 996 bis 1021) und seinen Nachfolgern, seinem Sohn az-Zahir (1005 bis 1036, reg. 1021 bis 1036) und seinem Enkel Abu Tamim Maad al-Mustansir I. (1029 bis 1094, reg. 1036 bis 1094) erleben wir in dieser Folge den Zenit der fatimidischen Herrschaft – und ihren Niedergang.

 

Bardschawan: Ein Chamäleon an der Macht

Al-Hakim kam minderjährig im Alter von 11 Jahren an die Macht. Dies versuchten insbesondere zwei Gruppen auszunutzen: auf der einen Seite die Kutama-Berber und auf der anderen die erstarkenden türkischen Mamluken aus dem Norden. Mit Abu l-Futuh Bardschawan (gest. 1000, amt. 997 bis 1000) setzte sich ein Eunuch durch, ein Chamäleon, der mal als schwarzer Sudanese und mal als weißer Slawe beschrieben wird. Mit der Herkunftsbezeichnung der Slawen sollten wir allerdings bekanntermaßen sehr vorsichtig sein, zu nah ist die Ähnlichkeit mit der Bezeichnung »Sklave«. Auf jedem Fall gelang Bardschawan mit Hilfe der Türken die Entmachtung der Berber. Doch auch er selbst fiel bereits drei Jahre später einem Mordanschlag zum Opfer. Daran hatte der zu diesem Zeitpunkt immerhin schon 15-jährige al-Hakim seinen Anteil, der nun selbst regieren wollte.

 

Al-Hakim: Konsolidierung durch Fundamentalismus

Al-Hakims Alleinherrschaft war autoritär und von vielen persönlichen Dekreten geprägt. Fleißig war er wohl. Auch wenn sein Nachruf nicht sehr positiv ist – wir wissen ja, dass wir uns auf solch nachträgliche Zuschreibungen selten verlassen können – wollen wir in seiner Politik doch den Versuch erkennen, seinen Staat und die Herrschaft der Fatimiden, also seiner Familie, auf eine nachhaltige und sichere Basis zu stellen. Kamen Regelungen zu einem verbesserten Feuerschutz oder zur Abschaffung von Binnenzöllen bei den meisten Menschen wahrscheinlich gut an, so war das mit dem Verbot des Alkoholgenusses sicherlich schwergängiger, zumal auch die Vernichtung von den entsprechenden Rohstoffen wie Trauben, Rosinen und Honig befohlen wurde. Für uns noch schwieriger nachzuvollziehen ist das Verbot des Verzehrs bestimmter Gemüsesorten und von schuppenlosem Meergetier, beispielsweise Muscheln. Die Bewegungsfreiheit von Frauen wurde eingeschränkt, sie mussten Schleier tragen und so sie nicht Hebamme, Leichenwäscherin oder Friseurin waren, war ihnen der Ausgang ohne männliche Begleitung untersagt. Ein Fundamentalist, wie er im Buche steht. Da al-Hakim diese Dekrete immer wieder erneuern musste, lernen wir, dass die Zustimmung seiner Untertanen sich hier in sehr engen Grenzen hielt. Es mag gut sein, dass diese Reinheitsgebote ein Versuch waren, die ismailitische Identität gegenüber der großen sunnitischen Mehrheit zu wahren und zu behaupten.

 

Auch wenn ihre Religionen nicht verboten wurden, wurden die Zeiten für Christen und für Juden härter. Neben seiner fundamentalistischen Ader trieben al-Hakim vor allem Geldsorgen. Auf das Vermögen reicher Gemeinden zuzugreifen, war das eine. Übel nahm man ihm besonders, dass er auch nicht davor Halt machte, Kirchen ganz zu zerstören, so etwa 1009 die Grabeskirche in Jerusalem. Einige dieser Maßnahmen widerrief er später selber, erstattete auch einige eingezogene Vermögen zurück, allerdings natürlich bei weitem nicht alles. 1027 erlaubte sein Sohn az-Zahir den Wiederaufbau der Grabeskirche.

 

Außenpolitisch gelang es ihm 1015, das Emirat von Aleppo aus der Lehenshoheit des byzantinischen Kaisers zu lösen und sich selbst zu unterstellen. Ein nicht unbeträchtlicher Erfolg und ein wichtiges Signal in Richtung Bagdad und des abbasidischen Kalifats.

 

Der Gott der Drusen

Vielleicht war seine religionspolitische Rigorosität der Grund dafür, dass ab 1017 einige Sektierer in al-Hakim die Inkarnation Gottes sahen. Du hast richtig gelesen: Al-Hakim sei Gott auf Erden. Diese Idee stammte von einem persischen Missionar namens Hamza ibn Ali ibn Ahmad (985 bis vermutlich 1021), der den Beinamen al-Labbad trug, was so viel wie Filzmacher bedeutet. Ein sehr eifriger Anhänger dieser Lehre war ein Herr Anuschtekin (gest. etwa 1019), der den Beinamen ad-Darzi, der Schneider, trug. Letzterer wurde, nachdem er dem obersten Richter ein Schreiben mit der Einleitung »Im Namen Gottes, al-Hakims, des barmherzigen Erbarmers« überreicht hatte, und es in Folge zu heftigen Tumulten ob dieser Blasphemie gekommen war, verhaftet und getötet. Aus seinem Namen leitet sich die Bezeichnung der Drusen für diese Sekte ab, die spätestens ab 1043 aufgrund der Verfolgung als Geheimreligion weiter existierte und heute noch insbesondere im Libanon Anhänger hat.

 

Die Geschichte bekam auch deshalb drive, da al-Hakim seit dem 13. Februar 1021 von einem Ausritt nicht zurückkehrte und seither vermisst wurde. Man fand lediglich seinen Esel und seine zerstörten Kleider. Für die Drusen war klar, dass der Schöpfergott erneut die Erde verlassen hatte. Die Tatsachen, wie die aufgeschnittenen Sehnen des armen Esels und die blutgetränkte Kleidung, die man an einem See fand, sprechen eigentlich eine andere Sprache. Aber was wissen wir schon, wie so ein Gott die Erde verlässt.

 

Trotz – oder wegen – seines Fundamentalismus und seiner überbordenden Regelungswut hinterließ al-Hakim seinen Nachfolgern einen prosperierenden Staat, eine gegenüber dem Byzantinischen Reich ebenbürtige Großmacht. Wie üblich – gerade bei so einem plötzlichen Tod, Verzeihung: Verschwinden – gab es ein paar Streitigkeiten um die Nachfolge. Al-Hakims Schwester Sitt al-Mulk (970 bis 1023) übernahm zunächst die Macht und setzte ihren Neffen az-Zahir als Thronfolger ein und durch.

 

Sitt al-Mulks faktische Herrschaft endete bald, sie starb im Februar 1023 an der Ruhr. Insgesamt waren die folgenden Jahre keine gute Zeit. Pest und Hungersnöte führten zu Aufständen. 1029 musste eine Rebellion von drei syrischen Beduinenstämmen niedergeschlagen werden. 1030 versuchte Byzanz diese Schwäche zu nutzen, und Jerusalem einzunehmen, was aber misslang.

 

Absetzbewegung im Maghreb

Unter dem Wesir Ali ibn Ahmed al-Dschardscharai (gest. 1045, amt. 1028 bis 1045) besserte sich das Verhältnis zum Byzantinischen Reich. Es wurde mehr verhandelt, denn gekämpft. Eine der byzantinischen Forderungen war, dem Emir von Sizilien zu untersagen, Plünderungszüge auf das von Byzanz beanspruchte Festland, also nach Kalabrien und Apulien zu unternehmen. Das zuzusagen mag dem Kalifen leichtgefallen sein, da sein realer Einfluss im Westen immer mehr dahinschwand. Der in Kairouan residierende Vizekönig, der Ziride al-Muizz ibn Badis az-Ziri (1008 bis 1062, reg. 1016 bis 1062) agierte zunehmend eigenständiger. 1051 sagte er sich endgültig von den Fatimiden los und bezog sich danach auf den abbasidischen Kalifen in Bagdad als geistigen Führer.

 

Die Fatimiden in Ägypten ließen den Maghreb Maghreb sein, ihr Augenmerk richtete sich notwendigerweise mehr nach Norden. Man vertrieb noch zwei nervende oberägyptischen Beduinenstämme Richtung Westen, die dort dann für hinreichend Unruhe sorgten. Sogar Kairouan wurde angegriffen und musste aufgegeben werden. Auf diese Weise begann die fortschreitende Arabisierung des Maghreb, die die einheimischen Berberstämme immer mehr in die rückliegenden Gebirge trieb.

 

Blick nach Norden: Gegen Abbasiden und Seldschuken

Das Augenmerk nach Norden zu richten, war zum einen dem großen Ziel der Vertreibung der Abbasiden geschuldet, mit der die uneingeschränkte Macht der Fatimiden über die gesamte islamische Gemeinschaft verbunden gewesen wäre. Es gab aber auch einen ganz pragmatischen Grund. Die Seldschuken machten sich dort bemerkbar. Tughrul Beg, der seldschukische Sultan, der uns bereits begegnet ist, verfolgte auch zur eigenen Legitimation eine sehr pro-abbasidische Politik, die sich damit natürlich gegen die Fatimiden richtete.

 

Diese kooperierten dagegen mit dem Mamluken-Offizier Arslan al-Basasiri (990 bis 1060), der innerseldschukische Machtkämpfe zwischen Tughrul Beg und seinem Bruder Ibrahim Inal (gest. 1059) ausnutzte und 1059 Bagdad besetzen konnte. Die abbasidischen Throninsignien wurden den Fatimiden in Kairo überstellt. Diese standen damit kurz vor dem entscheidenden Schritt, auch im bislang abbasidischen Kalifat die Führungsrolle zu übernehmen. Dafür waren sie aber nicht schnell und nicht stark genug. Tughrul Beg konnte die verlorenen Positionen sehr zügig wieder unter seine Kontrolle bringen. 1060 wurde al-Basasiri geschlagen und anschließend getötet. Vielleicht wäre es mit ein wenig aktiver Unterstützung aus Kairo anders gelaufen.

 

Gegenschlag durch Alp Arslan

Nun drehte sich der Wind und blies den Fatimiden derbe ins Gesicht. 1071 eroberte der seldschukische Sultan Alp Arslan Aleppo und konnte in der berühmten Schlacht von Manzikert den byzantinischen Kaiser Romanos IV. besiegen. Dann ging es weiter Richtung Süden. 1076 fiel Damaskus, den Fatimiden blieben in Palästina nur noch Akkon und Askalon. Eben noch kurz vor der Übernahme der Macht in Bagdad standen sie jetzt kurz vor dem Aus.

 

Seit 1065 waren die Nilüberschwemmungen schlecht ausgefallen. Hungersnöte, Seuchen und Teuerungen waren die Folge. 1068 musste der Kalif Insolvenz anmelden und die Unterstützungslieferungen von Getreide nach Mekka und Medina einstellen. Der Scherif von Mekka verstand die Situation. Er sprach den Seldschukensultan an, ob er nicht gerne der Beschützer der heiligen Stätten sein wolle, und akzeptierte 1070 den abbasidischen Kalifen als religiöses Oberhaupt. Zu allem Überfluss saß 1071 der fatimidische Kalif al-Mustansir in seinem Kairoer Palast und konnte nicht raus. Er war Gefangener eines putschenden Generals.

 

Badr al-Dschamili: Vorläufige Rettung für die Fatimiden

Ganz vorbei war es mit den Fatimiden aber dann doch noch nicht. Diese anarchischen Zustände konnten nach 1074 durch einen fähigen General, Badr al-Dschamili (amt. 1074 bis 1094) bereinigt werden, den der Kalif al-Mustansir zum Wesir ernannte. Unter Badr al-Dschamili lagen die Rollen des obersten Richters, des militärischen Oberbefehlshabers und des religiösen Amtes des Oberhaupts der fatimidischen Missionsorganisation neben der der politischen Führung in einer Hand. Mehr geht nicht. Er machte aber auch etwas daraus. Er konnte das zwischenzeitlich von den Seldschuken eroberte Kairo wieder unter fatimidische Kontrolle bringen und sukzessive das ganze Land wieder befrieden.

 

Badr al-Dschamili hatte Akkon und Askalon verteidigen können und zeigte nun seine Fähigkeiten in Ägypten. Er löste die berberisch und türkisch geprägten Truppeneinheiten auf und kämpfte mit seinen armenischen Söldnern. Erfolgreich. Innerhalb von drei Jahren hatte er Ägypten aufgeräumt. Dabei half, dass die Nilüberschwemmungen wieder im normalen Rahmen kamen. Ägypten war davon ja seit jeher massiv abhängig, konnte aber in normalen und guten Jahren einen immensen Reichtum abschöpfen – zu Lasten der überwiegend christlichen Fellachen, die unnachsichtig ausgebeutet wurden. Verwaltung- und Steuersystem wurden reformiert, die Wirtschaft dankte es mit einem schönen Aufschwung.

 

Thronstreitigkeiten

1094 starben sowohl Badr al-Dschamili als auch – nach über sechzig Jahren auf dem Thron – der Kalif al-Mustansir. Wie häufig nach langen Regierungszeiten und nach dem Tod oder Ausscheiden starker Führungspersönlichkeiten verlief die Nachfolgeregelung nicht wirklich gut. Thronfolger sollte der älteste Sohn des Kalifen Abu l-Mansur Nizar ibn al-Mustansir (1045 bis 1095) werden. Der neue Wesir, Badr al-Dschamilis Sohn al-Afdal Schahanschah (um 1066 bis 1121, amt. 1094 bis 1121) hatte jedoch etwas dagegen. Er favorisierte den jüngeren Bruder Nizars namens Abu l-Qasim Ahmad ibn al-Mustansir (1076 bis 1102, reg. 1094 bis 1101). Nizar lehnt sich unterstützt durch die arabischen Stämme des Nildeltas gegen diesen Plan auf, unterlag jedoch und wurde gefangen und eingemauert, was er nicht überlebte. Wir ahnen den Grund.

 

Assassini

Auch jetzt gab es wieder Menschen, die nicht an den Tod Nizars glaubten. Einige Ismailiten meinten, der Imam sei nicht wirklich tot, sondern lediglich »entrückt« und werde bald wieder auftauchen. Ein Schwerpunkt dieser Sekte befand sich weit weg vom Geschehen in der persischen Burg Alamut südlich des Kaspischen Meeres. Dort radikalisierte sich die Anhängerschaft und initiierte Attentate sowohl auf christliche als auch auf fatimidische und sunnitische Herrscher. Sie nannten sich selbst die fidaiyyun, die »sich Opfernden«, und wurden von den Christen als Assassini bezeichnet. Zu den Opfern zählten unter anderem 1092 ein seldschukischer Wesir, 1130 mit al-Amir (1095 bis 1130, reg. 1101 bis 1130) ein fatimidischer Kalif und am 28. April 1192 der König von Jerusalem, Konrad von Montferrat, der sein Königtum so nur gut drei Wochen genießen konnte. Den Begriff der Fedajin kennen wir ja auch aus der jüngeren Vergangenheit des Nahost-Konfliktes.

 

Bedrohung durch die Kreuzzüge

Auf den ersten Kreuzzug haben wir schon vor längerer Zeit geschaut. Natürlich war die christliche Eroberung Palästinas und Jerusalems eine Bedrohung für die Fatimiden in Ägypten. Diese hatten 1098 gerade wieder Jerusalem unter ihre Herrschaft bringen können, um es 1099 gleich wieder an die Christen aus dem Abendland zu verlieren. Die Bedeutung Jerusalems als eine auch für die Muslime heilige Stätte war damals – auf jeden Fall aus fatimidischer Sicht – noch nicht stark ausgeprägt und ist wohl erstmals Reaktion auf den Nimbus entstanden, den die Christen mit dieser Stadt verbanden. Bis 1124 fielen die meisten und wichtigsten Städte der Fatimiden in Palästina.

 

Unter den beiden Armeniern Badr al-Dschamili und al-Afdal erlebte das fatimidische Ägypten noch einmal eine Zeit von Stabilität und Wohlstand. Vorstöße aus den Kreuzfahrerstaaten konnten zurückgeworfen werden. Auch ein erst viel später, 1182/1183, durchgeführter Vorstoß einer Flotte ins Rote Meer zeitigte keinen nachhaltigen Erfolg. Der Untergang der Fatimiden war damit jedoch nur aufgeschoben.

 

Abstieg und Ende: Die Ayyubiden übernehmen

Sie konnten den Vormarsch der Seldschuken in Syrien nicht aufhalten. 1076 wurde Damaskus aufgegeben. Zudem ging 1099 Jerusalem an die Kreuzfahrer verloren. 1153 fiel mit Askalon der letzte fatimidische Stützpunkt an die Christen. Die Ausdehnung des Reiches war letztlich für die Möglichkeiten, die den Fatimiden zur Verfügung standen, zu groß. Eine Verteidigung gegen starke Gegner war zum Scheitern verurteilt.

 

Spätestens nach dem Tod al-Amirs im Jahr 1130 ging es bergab. Sein Cousin und Nachfolger al-Hafiz (1074 bis 1149, reg. 1130 bis 1149) konnte die Einheit des Staates nicht bewahren. Natürlich spielte dabei auch wieder ein angeblich entrückter Imam eine Rolle. Es ist nicht ganz eindeutig nachzuweisen, ob al-Amir wirklich einen Sohn hatte, der zum Zeitpunkt seines Todes noch ein Kleinkind gewesen sein soll. Auf jeden Fall glaubten viele, dass es einen solchen gebe, Abu l- Qasim al-Tayyib (geb. 1130) mit Namen, der natürlich im Verborgenen entrückt wäre. Al-Hafiz sei insofern ein Usurpator und kein rechtmäßiger Imam und Kalif. Innere Unruhen prägten in Folge seine gesamte Regierungszeit.

 

Ägypten und die Fatimiden wurden immer mehr vom Subjekt zum Objekt des politischen Geschehens. Spätestens mit Nur ad-Din, dem Herrscher von Aleppo, wuchs im Norden eine starke Macht, die so langsam auch die Augen auf Ägypten warf. Auch die Kreuzfahrerstaaten und der byzantinische Kaiser leckten sich die Finger, wenn sie an das reiche Land am Nil dachten.

 

Wir machen es jetzt kurz. 1169 wurde Ägypten von Asad ad-Din Schirkuh (gest. 1169), einem sunnitischen Heerführer aus der Familie der Ayyubiden mit einer von Nur ad-Din aufgestellten Truppe erobert. Der letzte fatimidische Kalif al-Adid (1151 bis 1171, reg. 1160 bis 1171), ein junger Mann, wurde gezwungen, Schirkuh zum Wesir zu ernennen. Da dieser bald darauf starb, wurde sein Neffe Saladin Wesir. Der machte dann dem Spiel ein Ende. Das fatimidische Kalifat wurde beerdigt. Formal unterstellte er sich dem abbasidischen Kalifen, faktisch begründete er die unabhängige Herrschaft der Ayyubiden in Ägypten.

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