ROM - Republik · 08. Juni 2024
Nach Sullas Rückzug blieb es unruhig im Römischen Reich. Fünf Krisenherde beschäftigten die Römer: (1) der Sklavenaufstand des Spartacus (gest. 71 v. Chr.), (2) die Usurpation des Sertorius (123 bis 72 v. Chr.), (3) das Piratenunwesen im Mittelmeer, (4) der altbekannte Unruhestifter Mithridates VI. und (5) das Reich der Parther im Osten. Gnaeus Pompeius, bislang Gefolgsmann Sullas, war wesentlich an deren Bereinigung beteiligt und zu dieser Zeit der wichtigste Mann im Römischen Reich....
ROM - Republik · 01. Juni 2024
Wahl zum Diktator Sulla war wieder in Rom, ein von vielen ungeliebter, aber aufgrund seiner Legionen auch unumstrittener Herrscher. An den Samniten, die ihm den Einzug in die Stadt hatten verwehren wollen, rächte er sich in dramatischer Form. Mehrere tausend ließ er durch Speerwürfe töten, während er zur gleichen Zeit im Senat seine Zukunftspläne erläutert. Die Senatoren waren durch die Schreie der Opfer – vorsichtig gesagt – ein wenig irritiert. Es wird Sullas Kalkül gewesen sein,...
ROM - Republik · 25. Mai 2024
Der Erste Mithridatische Krieg In der letzten Folge haben wir Sulla nach Rom kommen und bald danach auch wieder abreisen sehen. Er musste sich um den von Mithridates VI., König von Pontos, angezettelten Krieg kümmern. Bevor wir sehen, wie ihm das gelang, wollen wir kurz zurückschauen und begreifen, wie es überhaupt zu diesem Krieg gekommen war. Streit um Kappadokien 92 v. Chr. hatte Mithridates VI. wieder mit seiner Expansionspolitik begonnen und erneut Kappadokien besetzt, wo dann sein...
ROM - Republik · 18. Mai 2024
Die Reformversuche des Marcus Livius Drusus Nach dem gescheiterten Aufstand des Saturninus folgten ein paar ruhigere Jahre. Geprägt wurde Rom in dieser Zeit durch die Aktivitäten des Marcus Livius Drusus (um 124 bis 91 v. Chr.), dessen gleichnamigen Vater wir als Gegenspieler Gaius Gracchus‘ kennenlernen durften. Wie der Vater, so der Sohn, könnte man meinen, denn auch jetzt versuchte Drusus, 91 v. Chr. zum Volkstribun gewählt, ein Reformpaket durchzusetzen, das letztlich die...
ROM - Republik · 11. Mai 2024
Kimbern & Co.: Von Jütland nach Kärnten Parallel zum langwierigen Krieg gegen Jugurtha konnten sich die römischen Aristokraten auch im Norden blamieren. Dort waren um 120 v. Chr. aus dem heutigen Jütland die Kimbern und Teutonen oder zumindest größere Teile dieser Stämme aufgebrochen und nach Süden gezogen. Was der Auslöser für diese Wanderungsbewegung war, ist unklar. Klimatische Veränderungen sind nicht unwahrscheinlich. Welcher Art diese waren, lässt sich aber nicht leicht...
ROM - Republik · 04. Mai 2024
Gaius Sempronius Gracchus Die Geschichte der Gracchen endete nicht mit dem Tod von Tiberius. Sein um neun Jahre jüngerer Bruder Gaius Sempronius Gracchus (153 bis 121 v. Chr.) setzte die Reformpolitik fort. 123 v. Chr. wurde er zum Volkstribun gewählt. Mit einer Reihe von Gesetzesvorhaben, die er durch Abstimmungen in der Volksversammlung durchsetzen konnte, schuf er sich einen großen Rückhalt im Volk und auch bei den Rittern. Wie sein Bruder wählte er dabei den direkten Weg und...
ROM - Republik · 27. April 2024
Konsolidierung des Machtbereiches Zeitgleich zu den Kämpfen in Griechenland gelang es Rom, in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. auch endgültig Norditalien und damit die gesamte italienische Halbinsel zu erobern. Bereits vor dem Zweiten Punischen Krieg hatte es von 225 bis 222 v. Chr. einen Feldzug gegen die keltischen Stämme gegeben, der ab 218 v. Chr. zu den römischen Stadtgründungen von Placentia (Piacenza), Cremona und Mutina (Modena) als Vorposten führte. Nach der...
ROM - Republik · 20. April 2024
Der Dritte Makedonische Krieg Nachdem das Seleukidenreich aus dem Spiel ausgeschieden war, herrschte in Griechenland ein labiles Gleichgewicht. In diesen Situationen ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis die Dinge ins Wanken kommen. Auslöser waren dieses Mal wieder die Makedonen, die sich mit ihrem Bedeutungsverlust noch nicht so recht abfinden konnten. Dort herrschte immer noch Philipp V. Der hatte sich nach seiner Niederlage im Zweiten Makedonischen Krieg ja als Puffer zwischen dem...
ROM - Republik · 13. April 2024
Die Illyrischen Kriege Schon nach dem ersten punischen Krieg musste Rom seine Aufmerksamkeit nach Osten wenden. Dort war es um 250 v. Chr. dem illyrischen König Agron (gest. 230 v. Chr., reg. 250 bis 230 v. Chr.) gelungen, die unterschiedlichen Stämme Illyriens unter seine Herrschaft zu bringen. Von Korfu im Süden bis Pharos, dem heutigen Hvar, im Norden reichte sein Einflussgebiet. Rom wäre das erst einmal egal gewesen, man hatte mit den Kelten und Karthago genug zu tun. Als jedoch...
ROM - Republik · 06. April 2024
Die Jahre nach Cannae Hannibal hatte die römischen Legionen mehrfach vernichtend besiegt. Dennoch verweigerten die Römer Friedensverhandlungen. Das war für den Karthager überraschend und merkwürdig. Es fehlte nun eine kluge Idee, wie er damit umgehen sollte. Zudem wurde es für ihn und seine Truppen in Italien von Jahr zu Jahr schwieriger, auch wenn man es damals vielleicht noch nicht direkt erkannte. Hannibal konnte weiterhin einige Erfolge vorweisen, so ein Bündnis mit dem König der...

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