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(173) Der Aufstieg der Mamluken unter Baibars

Schadschar ad-Durr und Izz ad-Din Aybak

Das letzte Mal haben wir mit Schadschar ad-Durr das erste und einzige Mal eine Frau an der Spitze des islamischen Ägypten gesehen. Es waren allerdings eher taktische Überlegungen, die ihr nach dem Tod ihres Stiefsohns Turan Schah zur Einsetzung als Sultana verhalfen. Sie bekam auch sofort mit Izz ad-Din Aybak (1205 bis 1257, reg. 1250 und 1254 bis 1257) einen Atabeg, also einen Aufpasser. Dieser türkische Titel wurde üblicherweise Erziehern, Beschützern oder Vormündern minderjähriger Prinzen oder Prinzessinnen gegeben. Schadschar ad-Durr können wir uns also leider nicht als autokratische Alleinherrscherin vorstellen. Um jegliches Missverständnis hinsichtlich der wirklichen Machtverhältnisse zu vermeiden, heiratete Aybak die sicherlich in tiefer Liebe entbrannte Sultana und wurde unter dem Herrschernamen al-Malik al-Muizz selbst Sultan. Um die eigene Legitimität weiter zu stärken, stellte er sich formal unter den Schutz des abbasidischen Kalifen in Bagdad und ernannte den sechsjährigen al-Aschraf Musa (gest. nach 1254, reg. 1250 bis 1254), einen Enkel al-Kamils aus einer Nebenlinie, zum Mitsultan. Dieser war dann auch de jure der letzte Herrscher der Ayyubiden in Ägypten, wiewohl er wenig geherrscht haben dürfte.

 

Was sind Mamluken?

Bevor wir sehen, wie es mit der Herrschaft der Mamluken weiterging, müssen wir uns kurz mit dieser merkwürdigen Gruppe beschäftigen. Eine Definition lautet: «Mamluk werden konnte nur ein außerhalb des islamischen Herrschaftsbereiches als Nichtmuslim frei geborener, dann versklavter, als Sklave nach Ägypten verbrachter, zum Islam konvertierter, in die Freiheit entlassener und schließlich ritterlich ausgebildeter Türke werden«. Schon seit dem 9. Jahrhundert hatten die Abbasidenkalifen sich dieses Konstrukts bedient, um ihre Macht mit einer loyalen, nur ihnen ergebenen Truppe gegen die lokalen Eliten zu sichern. Nun waren die Mamluken sich ihrer Stärke bewusst geworden und griffen nach der Macht.

 

Um in der Gemeinschaft der Muslime nicht allzu viel für Verwirrung zu sorgen, blieb der abbasidische Kalif auf seinem Posten, hatte aber politisch nichts zu sagen. Die Rolle, nicht nur Sultan, sondern auch Imam, also geistlicher Führer zu sein, beanspruchten die Mamluken nicht. In der Natur des »Mamluken-Seins« lag es, dass man als Sklave gekauft, ausgebildet und dann ein fähiger Soldat wurde. Damit war eigentlich jeglicher Gedanke an eine dynastische Abfolge außerhalb des Möglichen. Welcher Mamluken-Herrscher würde wohl seinen Sohn als Sklaven verkaufen wollen? Wir werden sehen, dass dennoch Söhne auf Väter folgten. Irgendwelche Begründungen werden den Menschen schon eingefallen sein. Die innere Motivation lag in der unbedingten Loyalität der Mamluken zu ihrem Herrn. Wenn dieser starb und nicht einen Sohn als Nachfolger hatte, der diese Loyalität quasi erben konnte, waren die jetzt herrenlosen Mamluken-Kämpfer eine große Gefahr für jeden neuen Herrscher. Die Herkunft der Mamluken als gekaufte Sklaven führte zu manchen Anekdoten. So berichteten europäische Reisende, die den Weg zu den heiligen Stätten in Palästina über Ägypten gewählt hatten, dass sie in Kairo auf deutsch- oder dänischsprechende Mamluken getroffen waren, mit denen sich – Islam hin oder her – feuchtfröhlich feiern ließ. Auch die Bedingung einer türkischen Herkunft nahm man wohl nur mit einem Augenzwinkern ernst.

 

Das Bahri-Regiment zieht die Fäden

Wie meist nach einem Regimewechsel war die Herrschaft der Mamluken nach dem Ende der Ayyubiden alles andere als gefestigt. Aybak war zwar Sultan, aber das fanden nicht alle Mamluken als ideale Lösung. Es waren das Bahri-Regiment unter Faris ad-Din Aktay (gest. 1254) und al-Zahir Rukn ad-Din Baibars, das die Ernennung des ayyubidischen Kindes al-Aschraf zum Mitsultan erzwang. Der Name Bahri leitet sich vom arabischen bahr für »Strom« ab und verweist darauf, dass die in Südrussland »eingekauften« türkischstämmigen Sklaven vom ayyubidischen Sultan as-Salih auf einer Nilinsel kaserniert und so von den freien, meist kurdisch geprägten Truppenteilen und der Bevölkerung ferngehalten wurden. Sie sollten ihrem Herrn verpflichtet bleiben und nicht auf dumme Gedanken kommen.

 

Aybak setzt sich durch … und wird ermordet

Baibars, der dann 1260 selbst Sultan werden sollte, kennen wir aus dem siebten Kreuzzug schon ein wenig. Aktay war ein erfolgreicher Emir, der mit seinen Truppen bereits siegreich gegen die Kreuzfahrer bei al-Mansura gefochten hatte. Nach der mamlukischen Machtergreifung konnte er am 2. Februar 1251 in der Schlacht von al-Kura den ayyubidischen Emir an-Nasir Yusuf (1228 bis 1260, reg. 1250 bis 1260) besiegen, der sich in den Wirren die Herrschaft über Syrien geschnappt hatte, und anschließend Gaza erobern. Nachdem ihn allerdings an-Nasir dann wieder bei Nablus geschlagen hatte, zog er sich nach Ägypten zurück. Eine ayyubidische Herrschaft verblieb noch für eine gewisse Zeit in Syrien und sogar bis ins fünfzehnte Jahrhundert auch in der Heimat Turan-Schahs, dem Ort Hisn Kayfa, heute Hasankeyf am Tigris in der Türkei.

 

Trotz dieser letzten Niederlage hatten Aktay und sein Regiment sich so viel Respekt erworben, dass er zu einer Bedrohung für die Herrschaft Aybaks wurde. Der handelte wenig überraschend. Im Januar 1254 wurde Aktay von der Leibwache Aybaks unter Führung des Emirs Saif ad-Din Qutuz ermordet. Baibars hatte mehr Glück, er konnte ins Exil nach Syrien fliehen.

 

Unser Fokus auf Ägypten zeigt zwar sehr schön, wie sich die islamischen Dynastien ablösten, wir haben dabei allerdings die nördlichen Gegenden wie Syrien, den Irak und Persien natürlich ein wenig aus den Augen verloren. Aus dem Ende des Abbasiden-Kalifats wissen wir aber, dass dort die Mongolen die Herrschaft übernommen hatten, auf die wir später noch näher schauen werden. Insofern ist vor dem Hintergrund unseres derzeitigen Fokus auf die Geschichte der islamischen Reiche die Konzentration auf Ägypten nicht ganz verkehrt.

 

Dort versuchte Aybak nach dem Ausschalten Aktays seine Macht auszuweiten und plante einen Angriff auf Palästina und Syrien. Hierzu suchte er Verbündete. Einen fand er in dem Herrscher der irakischen Stadt Mossul. Das Bündnis sollte durch eine Heirat mit dessen Tochter besiegelt werden. Das fand seine Ehefrau Schadschar ad-Durr nur so mittelgut. Sie fürchtete um ihren Einfluss, als Sultana hat man ja durchaus Ansprüche. Um jegliche Gefahr auszuschalten, ließ sie ihren Ehemann 1257 ermorden.

 

Qutuz mordet und wird ermordet

Auf den Thron folgte Aybaks Sohn al-Mansur Nur ad-Din Ali (etwa 1242 bis nach 1266, reg. 1257 bis 1259), der aber allein aufgrund seines Alters wenig zu sagen hatte. Der starke Mann war Qutuz, der Chef der Leibgarde Aybaks und Anführer des Muizzi-Regiments, den wir gerade als Mörder seines Kollegen Aktay kennenlernen durften. Da hatte er gelernt, wie es geht. Sein Wissen probierte er dann bald bei Ali aus. Im November 1259 ermordete er den Jungen und setzte sich selbst auf den Thron. Auch Schadschar ad-Durr lebte nicht mehr lange. Sie wurde – einer Sultana unwürdig – von den Sklavinnen der ersten Frau Aybaks mit Holzpantoffeln erschlagen.

 

1258 hatten die Mongolen Bagdad erobert und drängten weiter nach Syrien und Ägypten. Da war nach Qutuz Meinung eine starke Hand an der Spitze erforderlich, um diese Gefahr abzuwenden. Diesem Ziel ordnete er pragmatisch alles andere unter. So rief er Baibars aus dem Exil zurück und schloss mit den Kreuzfahrerstaaten in Palästina einen Waffenstillstand. Das zeitigte Erfolg. Hülegüs Feldherr Kitbukha eroberte am 2. März 1260 Damaskus – verbündet mit den christlichen Herrschern von Kleinarmenien, Tripolis und Antiochia und einem zum Christentum konvertierten ayyubidischen Kleinkönig aus Nordsyrien. Er konnte sich dort allerdings nicht lange halten. Am 3. September 1260 besiegten ihn die Mamluken wie wir wissen in der Schlacht bei Ain Dschalut. Allerdings war auch Qutuz‘ Erfolg von kurzer Dauer – ein Muster, das sich in diesen Jahren häufig wiederholt. Baibars dankte ihm die Rückholung aus dem Exil nicht. Am 24. Oktober 1260 ermordete er Qutuz und setzte sich selbst an die Spitze des Mamluken-Reiches.

 

Baibars übernimmt

Im Gegensatz zu vielen anderen Herrschern, die uns in diesem Kapitel begegnet sind, hielt sich Baibars recht lange an der Macht. Bei seinem Tod im Jahr 1277 waren es fast 17 Jahre. Dafür musste er allerdings einiges tun. Immerhin gelang es ihm relativ schnell, in Ägypten für Ruhe zu sorgen. Auch die Emire Syriens erkannten seine Herrschaft an – mit einer Ausnahme: Sangar al-Halabi (gest. nach 1261), der Emir von Damaskus erklärte sich im November 1260 für unabhängig.

 

Baibars musste sich allerdings erst einmal um das meuternde Muizzi-Regiment, dem sein von ihm ermordeter Vorgänger Qutuz vorgestanden hatte, kümmern. Nachdem dieses dann doch eingesehen hatte, dass Baibars der rechtmäßige Herrscher war, konnte er seine Truppen nach Damaskus schicken und Sangar entmachten. Der hatte vorher schon Glück gehabt. Die Mongolen waren wieder unterwegs, wurden allerdings von den ayyubidischen Emiren von Homs und Hama so weit aufgehalten, dass sie lediglich bis Aleppo vorstoßen konnten. Auch dort zogen sie schnell wieder ab, worauf sich ein Emir der Mamluken, der auf den schönen Namen Aqqusch al-Burli (gest. 1269/1270) hörte, der Stadt bemächtigte. Das hört sich zwar gut an, war für Baibars aber das nächste Problem.

 

Al-Burli bat zwar Baibars um die Anerkennung als Statthalter, wurde aber abschlägig beschieden. Derartige Eigenmächtigkeit wollte der Sultan nicht dulden. Wer weiß, wer sonst noch auf solche Ideen käme. Baibars schickte den gerade besiegten Sangar nach Aleppo, um die Sache zu regeln. Ein eher unüblicher Vertrauensbeweis, der durchaus für die Menschenkenntnis des Sultans spricht. Sangar war zunächst erfolgreich, doch al-Burli konnte Aleppo mehrfach zurückerobern. Zudem gelang es ihm, die Mongolen weiter zurückzudrängen, so ganz dumm wird er nicht gewesen sein.

 

Zwei Kalifen

Sangar ernannte 1261 mit al-Hakim I. (gest. 1302, amt. 1262 bis 1302) einen »eigenen« abbasidischen Kalifen. Das Kalifat in Bagdad war ja den Mongolen zum Opfer gefallen. Baibars konterte mit der Ernennung von al-Mustansir II., ebenfalls ein Abbaside und ein Cousin des so unglücklich umgekommenen al-Mustasim. Baibars suchte auch hier den Ausgleich. Nachdem er al-Burli 1262 dann doch endgültig besiegt hatte, gab er Pardon und nahm ihn mit nach Ägypten. Sein Vertrauen wurde nicht belohnt. Al-Burli beteiligte sich an einer Verschwörung gegen ihn und landete im Gefängnis. Undank ist der Welt Lohn, mag sich Baibars gedacht haben.

 

Es blieb für den Sultan unruhig, aber es gelang ihm, die Zwistigkeiten der untereinander rivalisierenden Mongolen auszunutzen. Von Hülegü haben wir schon gehört, das war der, der gemäß den Überlieferungen den letzten abbasidischen Kalifen al-Mustasim in einem Teppich tottrampeln ließ, um kein Herrscherblut zu vergießen. Einer seiner Gegenspieler war Berke Khan (nach 1205 bis 1267, reg. 1256/1257 bis 1267), einer der Herrscher der berühmten Goldenen Horde, eines Khanats, das in seiner Hochzeit im 14. Jahrhundert von der heutigen Ukraine über den Kaukasus und den Aralsee bis nach Sibirien reichte. Baibars heiratete eine Tochter Berkes und schickte »seinen« Kalifen al-Mustansir II. in den Irak, um gegen Hülegüs Mongolen zu kämpfen. Dessen sogenanntes Il-Khanat reichte von Mesopotamien bis an den Oxus und nach Kandahar im heutigen Afghanistan.

 

Al-Mustansir konnte zwar einige Städte am Euphrat erobern, wurde aber doch relativ zügig von den Mongolen geschlagen und getötet. Dennoch gelang es Baibars, die Herrschaft über Syrien zu sichern. Hierbei half sicher sein Bündnis mit der Goldenen Horde, das über seinen Tod hinaus bis 1323 Bestand hatte. Viele Mongolen hatten ja den muslimischen Glauben angenommen, so dass die islamischen Reiche und ihre geistlichen Führer durchaus ein wenig Einfluss hatten. Um von diesem Prestige zu profitieren, erkannte Baibars im November 1262 den eigentlich von seinem Gegner al-Burli ernannten Kalifen al-Hakim als solchen an. Sein eigener Kandidat war ja auf dem Schlachtfeld gefallen. Was soll man groß suchen, wenn es schon jemanden gibt, den man hier benutzen kann. Es ist meist von Vorteil, einen religiösen Führer auf seiner Seite zu haben. In bewegten Zeiten ist es zusätzlich von Vorteil, wenn dieser Führer nicht auf seltsame Ideen kommt und die eigenen Pläne durcheinanderbringt. Da hilft es sehr, ihn an kurzer Leine zu halten. Das Wort »Gefangenschaft« ist vielleicht ein wenig hart, aber sicher auch nicht ganz unzutreffend. Al-Hakim wird vor allem froh gewesen sein, überhaupt überlebt zu haben. Sein Kalifat von Kairo war eine Propagandashow der Mamluken.

 

Das Ende der Kreuzfahrer

Baibars nächstes Projekt waren die Kreuzfahrerstaaten. Jerusalem war für die Christen ja bereits 1244 verloren gegangen, ab 1265 ging es Stück für Stück dem Rest des Reiches an den Kragen. Caesarea, Haifa und Arsuf fielen, im Folgejahr dann Safed in Nordisrael und Toron im Süden des Libanon. Den Tod Hülegüs nutzte er, um 1266 in das in Kilikien liegende Königreich Kleinarmenien einzufallen und zu plündern.

 

In den folgenden Jahren machte Baibars mit der systematischen Zerstörung der christlichen Herrschaften in der Levante weiter. 1268 fielen Jaffa, Ramla und Antiochia, eine der großen Städte der Antike. Nach immerhin 170 Jahren unter christlicher Herrschaft machte Baibars selbiger mit großer Brutalität ein Ende. Die Bevölkerung der von ihm eroberten Städte hatte arg zu leiden, Vergewaltigungen, Versklavung, Mord und Totschlag bestimmten sein Handeln beziehungsweise das seiner Soldaten.

 

Der Papst und die christlichen Könige reagierten mit dem siebten Kreuzzug, bei dem Ludwig IX. ja vor Tunis scheiterte. Allerdings machte der englische Prinz Edward Plantagenet weiter und bereitete Baibars doch einige Sorgen. Dies umso mehr, als Edward sich mit Hülegüs Sohn und Nachfolger Abaqa (1234 bis 1282, reg. 1265 bis 1282) verbündet hatte und Baibars nun vor einem Zweifrontenkrieg stand. Er wollte schlau sein und die Idee seines Gegners kopieren. Der sehr aufmerksame Leser erinnert sich, dass sein Versuch, Zypern zu erobern, scheiterte, weil seine Flotte im Juli 1271 vor Limassol auf ein Riff lief. Immerhin gelang es ihm, die in Nordsyrien eingefallenen Mongolen hinter den Euphrat zurückzuschlagen. Aufgelöst wurde die Situation dann durch die Nachricht, dass in London ein 64-jähriger Herr schwer erkrankt sei. Edwards Vater Heinrich III. lag im Sterben. Edward musste nach Hause. So wurde ein Waffenstillstand für die nächsten elf Jahre geschlossen. Von den christlichen Besitzungen waren lediglich die Städte Akkon, Beirut, Tyros, Sidon, Tripolis und die Burg Gibelet bei Byblos geblieben.

 

Auch wenn die Bedrohung durch die Kreuzfahrer nun durch den Waffenstillstand aus der Welt war, blieb es für Baibars anstrengend. Im Norden drohten weiter die Mongolen. Auch die Reiche in Kleinasien, Armenier und Seldschuken, sorgten für Unruhe. Wieder einmal zeigte sich das Geschick Baibars, mit solchen Herausforderungen umzugehen. 1273 konnte er die Mongolen am Euphrat besiegen. 1277 schlug Baibars ein Bündnis der Il-Khan-Mongolen Abaqas mit den Seldschuken unter Khan Kai Chosrau III. (um 1260 bis 1282, reg. 1265 bis 1282) in der Schlacht von Elbistan beim Melitene, heute das ostanatolische Malatya, deutlich. Danach konnte er sogar über das Tauros-Gebirge bis ins etwa 250 Kilometer entfernte Kayseri vorstoßen. Dort blieb er aber nicht lange in der klugen Erkenntnis, dass er ein Gebiet so fern seines eigentlichen Herrschaftsbereiches auf Sicht kaum werde verteidigen können.

 

Kurz nach seiner Rückkehr nach Kairo verstarb Baibars am 20. Juni 1277. Ob eine Krankheit oder Gift der Grund waren, wissen wir nicht, auch nicht, ob das Gift, wenn es denn im Spiel war, für ihn oder für jemanden anderen bestimmt war. Was wir wissen, ist, dass Baibars derjenige war, der die stabile Grundlage für die bis ins 16. Jahrhundert reichende Mamlukenherrschaft gelegt hat. 1517 kamen dann die Osmanen. Aber da hatte Herr Kolumbus schon Amerika besucht, Herr Gensfleisch die Druckerpresse erfunden und Herr Luther feilte an der Formulierung seiner 95 Thesen. Das war dann schon eine andere Zeit. Wir bleiben erst einmal bei den Mamluken im 13. Jahrhundert.

Bildnachweise:

Vorschaubild:

  • Motiv: Medaillon mit dem Abbild von Baibars I. (Detail vom „Baptistère de Saint-Louis“)

  • Quelle: Wikimedia Commons / Musée du Louvre

  • Urheber: Unbekannter Künstler (Mamluken-Reich, 14. Jh.) / Fotografie: Marie-Lan Nguyen

  • Lizenz: Public Domain (Gemeinfrei) aufgrund des Alters (Schutzfrist abgelaufen)

  • Bearbeitung: Unverändert übernommen.

  • Abrufdatum: 01.04.2026

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