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(150) Johannes II., Manuel I. und der 2. Kreuzzug

Der schöne Johannes

Alexios I., Begründer der Komnenen-Dynastie, regierte das Byzantinische Reich 37 Jahre lang und brachte es nach turbulenten Zeiten wieder auf Kurs. Nach seinem Tod folgte ihm sein ältester Sohn, Johannes II. Komnenos (1087 bis 1143, reg. 1118 bis 1143), bekannt als „der Schöne“. Doch am Hof war nicht jeder begeistert: Seine Mutter Irene und seine Schwester Anna hätten lieber deren Ehemann Nikephoros Bryennios den Jüngeren (1062/1082 bis 1137) auf dem Thron gesehen. Nikephoros verweigerte jedoch sein Mitwirken an der geplanten Verschwörung. Ein ehrenhafter Mann inmitten der höfischen Intrigen!

 

Venedig mischt mit

Johannes‘ Regierung stand zunächst unter keinem glücklichen Stern. Auslöser war seine Weigerung, die Privilegien, die Venedig 1082 erhalten hatte, zu bestätigen. Da werden Kaufleute ungehalten. Die Venezianer nutzten in Folge Probleme in den Kreuzfahrerstaaten für ihre Zwecke.

 

Am 27. Juni 1119 hatten die Fürstentümer Edessa und Antiochia bei Sarmada eine Niederlage gegen muslimische Truppen unter dem Emir von Mardin und Aleppo Ilghazi ibn Artuq (gest. 1122, reg. 1107 bis 1122) erlitten. Diese Schlacht steht unter dem martialischen Namen Schlacht von Ager Sanguinis, also Schlacht auf dem Blutfeld, in den Geschichtsbüchern, ein Name, den die Franken dem Ort nach ihrer vernichtenden Niederlage gaben. Antiochias Herrscher Roger von Salerno (etwa 1080 bis 1119, reg. 1112 bis 1119) fiel. Der mit einem Entsatzheer von Süden kommende Balduin II. von Jerusalem (etwa 1075 bis 1131, reg. 1118 bis 1131) musste die Macht übernehmen.

 

Venedig sah seine Chance und rüstete eine Flotte, um den bedrohten Kreuzfahrerstaaten zu Hilfe zu kommen. Im August 1122 verließ die angeblich aus 200 Schiffen bestehende Armada die Lagunenstadt und fuhr an der dalmatinischen Küste herunter gen Süden. Sofern es auf dem Weg Gelegenheit gab, plünderte man gerne ein wenig. Nachdem der Winter auf Korfu überstanden war, erreichte die Flotte im Frühjahr 1123 die Levante. Tyros wurde erobert, Venedig sicherte sich bescheiden ein Drittel der Beute. Auf dem im Sommer 1124 begonnenen Rückweg wählte man die Route über Rhodos, Chios, Kos, Samos, Lesbos, Andros und die Peloponnes, alles Orte, wo man herrlich plündern konnte.

 

Von Johannes und den byzantinischen Truppen fehlte jede Spur. Wir erinnern, dass Alexios den Vertrag mit den Venezianern ja gerade geschlossen hatte, um auch über vernünftige Seestreitkräfte zu verfügen. Diese Einsicht fehlte Johannes. Sollte er auf Pisa als Verbündeten gesetzt haben, wurde er enttäuscht. Die Pisaner hatten genug eigene Probleme mit Genua. 1126 verstand Johannes dann endlich die Situation und bestätigte die alten Privilegien Venedigs.

 

Stress wegen Álmos

Mehr Erfolg hatte er auf dem Balkan. Johannes war seit 1104/1105 mit einer Tochter von Ladislaus I. von Ungarn (1048 bis 1095, reg. 1077 bis 1095) verheiratet, die auf den schönen Namen Piroska (1088 bis 1134) hörte. »Darfst Piri zu mir sagen« flirtete Liselotte Pulver (geb. 1929) in einem 50er-Jahre-Film mit Gunnar Möller (1928 bis 2017). Ob Johannes und Piroska sich ähnlich romantisch ineinander verliebt haben, wissen wir nicht. Auf jeden Fall half die Beziehung wenig, nachdem Johannes einem gewissen Álmos (um 1070 bis 1127/1129), Sohn von Ladislaus‘ Vorgänger Géza I. (etwa 1040 bis 1077, reg. 1074 bis 1077) Asyl gewährt hatte. Álmos war 1095 von Ladislaus zum Thronfolger ernannt worden, hatte sich dann aber nicht gegen seinen Bruder Koloman (etwa 1070 bis 1116, reg. 1095 bis 1116) durchsetzen können. Er wurde 1108 geblendet und in ein Kloster gesteckt, aus dem er schließlich 1125 oder 1126 nach Konstantinopel fliehen konnte. Mittlerweile regierte in Ungarn sein Neffe Stephan II. (um 1101 bis 1131, reg. 1116 bis 1131), der diese Flucht und die Aufnahme bei Johannes als Affront betrachtete. 1127 griff er byzantinisches Territorium an, wurde aber 1129 schließlich zurückgeschlagen. Wir wollen nicht zu sehr abschweifen und lassen die Einzelheiten und Hintergründe der ungarischen Politik an dieser Stelle lieber im Dunkeln.

 

Konflikte an allen Fronten

In Kleinasien gelang es Johannes, den Einfluss der Seldschuken weiter zurückzudrängen. Auch die Petschenegen, die immer wieder plündernd bis nach Thrakien einfielen, konnte er 1122 in der Schlacht von Beroia, dem heutigen Stara Sagora in Bulgarien, besiegen, wobei ihm die Warägergarde, an die wir an der Stelle gerne einmal erinnern können, eine große Hilfe war.

 

Seine Versuche, die Kreuzfahrerstaaten unter seine Oberherrschaft zu bringen, zeigten einigen, aber keinen umfassenden Erfolg. Zuvor hatte er sich 1135 bei dem römisch-deutschen Kaiser Lothar III. (1075 bis 1137, reg. 1125 bis 1137) und 1136 bei den Pisanern rückversichert, um die Südwestflanke ruhig zu halten. Die Herrscher von Edessa, Antiochia und Tripolis erklärten sich gegenüber Johannes loyal, so dass er mit einem gemischten Heer aus Kreuzfahrern und Byzantinern Krieg gegen die Teile Syriens führen konnte, die noch unter muslimischer Herrschaft standen. Einige Herrschaften, so auch das Emirat von Schaizar, konnten besiegt werden. Aleppo jedoch hielt stand, so dass der Feldzug keine wirklichen Veränderungen der Machtverhältnisse mit sich brachte. Trotz der Loyalitätsbekundungen wollten die Kreuzfahrer auch Antiochia nicht übergeben und die Seldschuken wurden wieder in Kleinasien aktiv. Johannes musste also zurück.

 

Auch die Normannen versuchten einen neuerlichen Angriff auf die Westgrenze. Dies zu verhindern war der eigentliche Grund der Abstimmung mit Lothar III. gewesen.

 

Der aktuelle Herrscher in Jerusalem, Fulko (1092 bis 1143, reg. 1131 bis 1143), bat um Hilfe, da die Versorgungslage immer schwieriger wurde. Johannes wandte sich erneut gen Süden, auch weil er dort noch eine Rechnung offen hatte. Im September 1142 forderte er erneut und erneut vergeblich die Übergabe Antiochias ein.

 

Der Vierte vor dem Dritten

Für das Winterquartier zog er sich nach Kilikien zurück, wo er am 8. April 1143 starb. Er hatte sich auf der Jagd durch eine Pfeilwunde eine Blutvergiftung zugezogen. Als Nachfolger konnte er noch seinen vierten Sohn Manuel I. (1118 bis 1180, reg. 1143 bis 1180) einsetzen. Die beiden ältesten waren bereits gestorben, den dritten, Isaak Komnenos (etwa 1113 bis 1146), überging er. Manuel hatten den Vorteil, vor Ort und zudem ein fähiger Anführer zu sein, während Isaak in Konstantinopel geblieben war – und dort allerdings Zugriff auf den Palast und damit auf die Hofverwaltung und die Staatsschätze hatte. Die „schwankende Gemütsart“, mit der er in den Berichten charakterisiert wird, mag durchaus eine Zuschreibung der Anhänger des letztlich erfolgreichen Manuels gewesen sein. Sieger schreiben Geschichte, im wahrsten Wortsinn. Wir wollen das nicht vergessen

 

Manuel I.: Positionssicherung

Manuel ahnte, dass Isaak die Nachfolgeregelung seines Vaters nicht unbedingt gut finden würde. So musste er sich einem Versuch seines Onkels Isaak (1093 bis nach 1152), den Bruder auf den Thron zu bringen, erwehren, was ihm dann aber auch relativ schnell gelang. Isaak wurde in ein Kloster geschickt und verhielt sich in Folge durchaus loyal. Dass hier plötzlich alle Isaak heißen, ist durchaus verwirrend. Wir gehen nonchalant darüber hinweg.

 

Das von seinen beiden Vorgängern ungelöste Problem Antiochia ging Manuel erneut an, konnte die Stadt zumindest zur See besiegen. Edessa fiel etwa zeitgleich 1144 an den Emir von Mossul Imad ad-Din Zengi (1087 bis 1146, reg. 1127 bis 1146).

 

Raimund von Poitiers (nach 1099 bis 1149, reg. 1136 bis 1149), der Herrscher von Antiochia, sah sich somit zwei Bedrohungen gegenüber, die seine Kräfte überstiegen. So wandte er sich 1145 als Bittsteller an Manuel, dem er auch den Lehnseid schwor. In Folge konzentrierte sich Manuel auf die Sicherung seiner Positionen in Kleinasien. Dabei konnte er kleinere Erfolge feiern. Sein Ziel waren auch gar nicht größere Gebietsgewinne, sondern eher die Sicherung des Erreichten. So ließ er an strategisch wichtigen Stellen Befestigungsanlagen errichten oder verstärken.

 

Ludwig und Konrad gehen auf den Zweiten Kreuzzug

Ausgelöst durch den Verlust von Edessa und die Schwierigkeiten in den anderen Kreuzfahrerstaaten fühlte sich Papst Eugen III. (um 1080 bis 1153, amt. 1145 bis 1153) berufen, die Christenheit erneut zu einem Kreuzzug aufzurufen. Sein Appell vom 1. Dezember 1145 führte im Frühjahr 1147 zur zweiten Unternehmung dieser Art. Hatte Eugen III. seinen Appell vornehmlich an König von Frankreich Ludwig VII. (1120 bis 1180, reg. 1137 bis 1180) gerichtet, gelang es Bernhard von Clairvaux (um 1090 bis 1153), einem der bedeutendsten Mönche der christlichen Geschichte, auch den deutschen König Konrad III. (1093/1094 bis 1152, reg. 1138 bis 1152) davon zu überzeugen, in die Führung dieses Unternehmens mit einzusteigen. Vielleicht half auch ein wenig, dass im Jahr 1145 der Halleysche Komet über Europa sichtbar war, für die Menschen ein beunruhigendes Zeichen, zumal 1146 Unwetter und Missernten folgten. 2061 ist es wieder soweit.

 

Manuel hatte wie zuvor Alexios hohes Interesse daran, die Kreuzfahrer von seiner Hauptstadt fernzuhalten. Auch wenn Konrad und Ludwig unabhängig voneinander losgezogen waren, wollten sie sich in Konstantinopel treffen. Als Konrad am 10. September 1147 deutlich vor Ludwig dort eintraf, nötigte ihn Manuel, möglichst schnell nach Kleinasien überzusetzen. Konrad hörte auf den Kaiser und zog ohne Ludwig weiter. Dieser erreichte die byzantinische Hauptstadt erst am 4. Oktober, wo er zudem noch auf Verstärkungen aus Italien warten wollte. Auch ihn brachte Manuel dazu, auf die andere Seite des Bosporus zu ziehen. Auch dort könne er ja auf die italienischen Kontingente warten.

 

Konrad verliert

Bei Dorylaion, heute ein Stadtteil Eskişehirs etwa 280 Kilometer von Konstantinopel entfernt, kam es am 25. Oktober 1147 zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Kreuzfahrern und Muslimen. Die allein vorgerückten Truppen Konrads erlitten durch die Seldschuken herbe Verluste und waren froh, dass sie sich bald danach mit den mittlerweile nachgekommenen Kollegen aus Ludwigs Heereszug vereinigen konnten. Langsam ging es weiter. Man konnte die Seldschuken dann doch schlagen und erreichte unter Mühen Attaleia, das heutige Antalya. Von hier aus sollte Manuel einen Flottentransport organisiert haben. Die bereitgestellten Kapazitäten waren allerdings absolut unzureichend. Lediglich Ludwig konnte mit seinem Gefolge über das Meer weiterreisen, während seine Truppen auf dem beschwerlichen Landweg weiterziehen mussten. Konrad war Ende 1147 auf dem Weg in Ephesos erkrankt und musste zurückbleiben. Er konnte dann im März 1148 – ebenfalls auf dem Seeweg – nachkommen.

 

Scheitern vor Damaskus

Man traf sich im Juni 1148 in Akkon. Mit viel Mühen war Palästina erreicht. Die eigentlich angestrebte Eroberung Edessas kam nicht mehr in Betracht. Imad ad-Din Zengi hatte die Stadt 1144 erobert, die Rückeroberung durch Joscelin II. (1113 bis 1159, reg. 1131 bis 1146), den christlichen Grafen von Edessa, war nur von kurzer Dauer. Zengis Sohn und Nachfolger als Herrscher von Aleppo Nur ad-Din (1118 bis 1174, reg. 1146 bis 1174) schlug zurück und zerstörte die Stadt vollständig.

 

Nun sollte es gegen Damaskus gehen. Die Stadt war eigentlich neutral, sogar gegenüber Nur ad-Din feindlich gesinnt und zahlte den Kreuzfahrern darüberhinaus noch Tribut. Solche Beziehung pflegt man eigentlich. Aber irgendetwas musste man tun, gerne auch etwas, was erfolgsträchtig schien. Beute ist für Soldaten nicht so ganz unwichtig, wie wir aus vielerlei Begebenheiten wissen. Hätte man Damaskus vollständig unter Kontrolle, wäre ein Riegel zwischen die muslimischen Reiche in Syrien und Ägypten geschoben. Strategisch wichtig, dachte man. Manchmal redet man sich die Sachen schön. Der Eindruck, dass die Stadt leicht zu erobern sei, täuschte, zumal Nur ad-Din ein Entsatzheer organisiert hatte. Die Kreuzfahrer mussten sich zurückziehen.

 

Konrad gibt auf

Konrad gab die Sache ganz auf und reiste zurück. Mit Manuel beschloss er dabei in Thessaloniki, dass sich beide um Roger II. (1095 bis 1154, reg. 1105 bis 1154) kümmern wollten. Roger war ein Neffe von Robert Guiskards, der mittlerweile über Sizilien herrschte und von dort aus eine durchaus expansive Politik verfolgte. Mit der Eroberung von Tunis im Jahr 1146 war er der Beherrscher des zentralen Mittelmeers geworden und damit für beide Herrscher zu einer ernstzunehmenden Gefahr. Dies manifestierte sich 1147 in der Eroberung Korfus oder der Plünderung Thebens und Korinths. Sein Admiral Georgios von Antiochien (etwa 1090 bis 1151) erreicht mit 40 Schiffen sogar Konstantinopel.

 

Ludwig auch

Ludwig VII. war nach der Abreise Konrads nun der alleinige Befehlshaber im Heiligen Land, konnte aber keine wirklichen Erfolge mehr erzielen. Im Frühjahr hatte er dann auch genug und machte sich gen Heimat auf.

 

Das Scheitern des zweiten Kreuzzuges lag sicherlich an der langwierigen und kräftezehrenden Anreise, die viel Kraft und Ressourcen gekostet hatte. Ein weiterer entscheidender Grund war in dem mangelnden Vertrauensverhältnis und der unzureichenden Abstimmung zwischen den Kreuzfahrern und dem byzantinischen Kaiser begründet. In diesem Punkt hatte sich seit dem letzten Kreuzzug nichts verändert. Ebenso wie Alexios fürchtete auch Manuel, dass sich das riesige Kreuzfahrerheer gegen sein Reich wenden könnte. Plünderungen hat es ja immer wieder gegeben, die Befürchtung war also nicht von der Hand zu weisen. Zudem zeigte die Erfahrung des ersten Kreuzzuges, dass die katholischen Kreuzfahrer sich nicht an Absprachen und Lehnseide hielten, insbesondere ihre Eroberungen nicht in das Byzantinische Reich eingegliedert hatten.

 

Es geht bergab

Politisch verschärfte der zweite Kreuzzug die Probleme der christlichen Reiche im Heiligen Land. Durch den missglückten Angriff auf Damaskus war die bislang neutrale Stadt ins Lager der Muslime gedrängt worden. Versuche, das Einflussgebiet weiter nach Süden auszudehnen, scheiterten. König Amalrich I. von Jerusalem (1136 bis 1174, reg. 1163 bis 1174), der Onkel von Manuels zweiter Frau Maria von Antiochia (1145 bis 1182), verbündete sich mit Byzanz. Der gemeinsame 1169 unternommene Versuch, Ägypten zu erobern, scheiterte. Spätestens mit dem Aufstieg Saladins (1137/38 bis 1193, reg. 1174 bis 1193) zum Sultan von Ägypten drehte sich die Lage vollends gegen Jerusalem. Saladin eroberte Syrien, damit war die Stadt umzingelt. Mit dem Tod Manuels endete auch die Unterstützung durch Konstantinopel. 1187 fiel Jerusalem in Saladins Hände.

 

Manuel nutzt die Chance

Im Nachgang konnte Manuel dann durchaus noch ein wenig Nutzen aus der schwachen Stellung der Kreuzfahrerstaaten ziehen.

 

Zunächst zwang er 1158 das aufmüpfige Kleinarmenien, die byzantinische Oberherrschaft anzuerkennen. Dieses Reich im Südosten der heutigen Türkei war im 11. Jahrhundert entstanden, nachdem Kaiser Konstantinos IX. in Kilikien Armenier hatte ansiedeln lassen. 1042 war der Armenier Abul Gharib Arsruni (gest. 1080) Gouverneur dieser Provinz geworden. Nach der Niederlage von Manzikert 1071 schwand der byzantinische Einfluss in der Region und es entwickelte sich ein eigenständiges Königreich Kleinarmenien, das bis 1375 Bestand haben sollte – mit einer wechselvollen Geschichte, in der auch der byzantinische Einfluss zeitweise wieder prägend wurde. Dieses Königreich Kleinarmenien ist nicht zu verwechseln mit der antiken Region Armenia minor am Oberlauf des Euphrat.

 

Auch Rainald von Châtillon (um 1125 bis 1187, reg. 1153 bis 1160), der Fürst von Antiochia, musste sich unterwerfen, der Erzählung nach barhäuptig mit einem Strick um den Hals und dem Schwert in der linken Hand. Endlich konnte ein byzantinischer Kaiser in Antiochia einziehen. Nachdem er Bohemund III. von Antiochia (etwa 1148 bis 1201, reg. 1163 bis 1201) und andere von Nur ad-Din freikaufen konnte – sie waren 1164 in einen Hinterhalt geraten – stieg sein Prestige bei den Christen in der Levante noch weiter. Die Verbindung in die Region festigte Manuel 1161 auch durch die Heirat mit Maria, einer Tochter Raimunds, der ihm 1145 den Lehnseid geschworen hatte.

 

Das nächste Mal erleben wir dann das Ende der Komnenen-Dynastie. 

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