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(158) Innere Machtkämpfe, äußerer Verfall

Das letzte Mal haben wir die verzweifelten Versuche von Michael VIII. erlebt, das Byzantinische Reich insbesondere gegen die Bedrohung von Karl I. von Anjou zu schützen. Er war zwar letztlich erfolgreich, was aber kein Zeichen der Stärke war. Die Anjou blieben zudem unter Karl II. in der Rivalität um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer und in der Konkurrenzsituation auf dem Balkan weiterhin antibyzantinisch eingestellt.

 

Andronikos II. versucht zu konsolidieren

Michaels Sohn Andronikos (1259 bis 1332, reg. 1282 bis 1328) übernahm somit ein schwieriges Erbe. Er widerrief die Union mit der katholischen Kirche und sorgte so nach innen für ein wenig Ruhe. Auch eine Steuerreform und die Kürzung der Militärausgaben dienten dazu, der Wirtschafts- und Finanzkrise Herr zu werden.

 

Ohne schlagkräftiges Heer war sein Reich jedoch kaum zu halten. So suchte er Hilfe von außen. Am 19. April 1299 wurde seine fünfjährige Tochter Simonida Palaiologina (1294 bis nach 1345) mit dem serbischen König Stefan Uroš II. Milutin (1253 bis 1321, reg. 1282 bis 1321) verheiratet. Dafür sagte der Serbe eine enge politische und religiöse Anbindung seines Reiches an das von Andronikos zu, ein Grundstein für die Verankerung der Serben in der orthodoxen Welt.

 

Schwäche allenthalben 

Die Zwistigkeiten zwischen Venedig und Genua eskalierten in diesen Jahren. Genua konnte die Auseinandersetzung am 7. September 1298 durch den Sieg in der Seeschlacht bei Curzola an der dalmatischen Adriaküste vorübergehend für sich entscheiden. Byzanz war jedoch zu schwach, diese Rivalität politisch für sich zu nutzen. Die Genueser behielten Galata jenseits des Goldenen Horns und konnten sich 1304 auch Chios einverleiben. Auch den Venezianern musste Andronikos alle alten Handelsprivilegien bestätigen.

 

Die Türken kommen

Im Osten erodierte die Macht immer mehr. Michael VIII. hatte alle Kraft auf die Abwehr der Pläne Karl von Anjous im Westen legen müssen und Kleinasien logischerweise vernachlässigt. Dort hatten sich in Folge der Expansion des mongolischen Reiches und des Untergangs der Rum-Seldschuken türkische Fürstentümer, sogenannte Beyliks, gebildet. Das Osmanische Reich von Osman Gazi I. (1258 bis 1326, reg. etwa 1299 bis 1326) war dabei am langen Ende das erfolgreichste. Mitunter findet sich hier auch die Bezeichnung als Ottomanisches Reich, was auf eine insbesondere im Französischen, Englischen und Italienischen etwas abweichende Benennung des Gründers als Othman zurückgeht.

 

Bis auf wenige Orte war zu Beginn des 14. Jahrhunderts ganz Kleinasien türkisch. Vielleicht dachte man in Konstantinopel an die eigene lange Geschichte: fremde Völker waren gekommen, fremde Völker waren wieder gegangen, wir erinnern uns beispielsweise an die Petschenegen. Es würde schon irgendwie weitergehen. Die Türken blieben. Einige Christen flohen vor ihnen. Viele blieben auch unter türkischer Herrschaft, um so den hohen Steuern, die Andronikos erlassen hatte, zu entgehen.

 

Michael scheitert immer wieder

Andronikos versuchte noch, mit seinen begrenzten Mitteln gegen die neuen Nachbarn vorzugehen. Sein Sohn Michael (1277 bis 1320) hatte auch zunächst Erfolge, wurde aber bereits im Frühling 1302 nach wenigen Monaten Feldzug eingekesselt und musste über See fliehen. Michael stammte aus Andronikos' Ehe mit Anna von Ungarn (etwa 1260 bis 1281), während die erwähnte Simonida aus seiner zweiten Ehe mit Yolande von Montferrat (etwa 1274 bis 1317) stammte, die sich nach der Heirat dann Irene nannte. Dieser Familienzweig lässt sich bis in unsere Zeiten nachverfolgen.

 

Michael Palaiologos findet sich mitunter auch als Michael IX. in den Geschichtsbüchern. Die Zählung löst insofern keine Verwirrung aus, da es im Byzantinischen Reich nach ihm keinen weiteren Michael mehr auf dem Thron gab. Da es üblich war, den Nachfolger frühzeitig zum Mit-Kaiser zu ernennen, um Thronstreitigkeiten nach dem Tod eines Herrschers zu vermeiden, war Michael 1294/1295 auch zum Kaiser gekrönt worden, stand da aber immer in der zweiten Reihe. Andronikos II. beauftragte ihn mit vielen Kampfeinsätzen, so 1300 gegen die Türken, 1304/1305 gegen die Katalanische Kompanie, die wir gleich kennenlernen werden, und ebenfalls 1304 gegen die Bulgaren. Eigentlich war er dabei immer der Unterlegene, so auch 1311 erneut gegen die Türken. Daraufhin zog er sich nach Thessaloniki zurück, wo er 1320 – noch vor seinem Vater – starb. Eine Todesursache soll die Trauer um seinen jüngeren Sohn Manuel (nach 1297 bis 1320) gewesen sein, der von Leibwächtern seines älteren Bruders Andronikos (1297 bis 1341, reg. 1328 bis 1341) ermordet worden war. Diese waren als Bewacher für Andronikos' Geliebte eingeteilt und hielten Manuel fälschlicherweise für einen Nebenbuhler. Ein typischer Fall von "blöd gelaufen".

 

Söldner sollen helfen

Ein weiterer Versuch, die bedrohten Städte Nikaia und Nikomedia zu entsetzen, scheiterte noch im Sommer 1302. Andronikos gab nicht auf und verpflichtete die Söldnertruppe des Roger de Flor (1266 bis 1305), die sogenannte Katalanische Kompanie. Diese hatte zuvor in Sizilien gegen die Anjou gekämpft und war nach dem Frieden von Caltabellotta vom 31. August 1302, in dem Sizilien an Friedrich II. von Aragon (1272 bis 1337, reg. 1296 bis 1337) und Süditalien an Karl II. von Anjou (1254 bis 1309, reg. 1285 bis 1309) gefallen waren, arbeitslos.

 

Mit 6.500 Mann erreichten sie Konstantinopel. Andronikos gab Gold und sie begannen, gegen die Türken zu marschieren. Kyzikos an der Südküste des Marmarameeres wurde erobert, allerdings auf eine Weise, dass Roger de Flor den Einwohnern im Anschluss Entschädigungen zahlen musste. Wir fragen lieber nicht weiter nach. Aus einigen weiteren Orten konnten die Türken vertrieben werden, ein durchschlagender Erfolg blieb allerdings aus. De Flor dachte an die Errichtung eines eigenen Fürstentums an der kleinasiatischen Westküste und wollte seine Beute in die Stadt Magnesia am Mäander bringen lassen. Die dortige Bevölkerung wehrte sich jedoch gegen diese Übernahme. Der Winter beendete de Flors Versuch einer Belagerung, er musste sich nach Gallipoli zurückziehen.

 

Trotz des mäßigen Erfolges und seiner Eigenmächtigkeiten wurde Roger de Flor zum kaisar, also caesar, ernannt. Lange freuen konnte er sich nicht darüber, im April 1305 wurde er Opfer eines Attentates. Damit war die Geschichte der Katalanischen Kompanie aber noch nicht zu Ende.

 

Unter ihrem neuen Anführer Berengar de Rocafort (1271 bis 1309) wandte sie sich gegen Andronikos, der angeblich noch Soldzahlungen zu leisten hätte. Gallipoli wurde geplündert, die Bevölkerung getötet, letztlich 1307 die Stadt ganz zerstört. Dann zog man plündernd weiter über Thrakien und Makedonien bis zum Herzogtum Theben-Athen. Der dortige Herrscher Walter V. von Brienne (um 1275 bis 1311, reg. 1308 bis 1311) wurde am 15. März 1311 geschlagen und mit Zustimmung des sizilianischen Königs Friedrich II. errichtete Berengar eine eigene Herrschaft. Friedrich war wahrscheinlich froh, die wilde Truppe weit weg zu wissen.

 

Auch in dieser Darstellung greifen wir zwangsläufig zu einer Vereinfachung, die der historischen Realität nur bedingt gerecht wird. Wir ordnen Entwicklungen einzelnen Herrschern zu, obwohl diese bei vielen Entscheidungen, Kämpfen und Gewalttaten selbst gar nicht anwesend waren. Bertolt Brecht hat diese Überhöhung treffend hinterfragt: „In den Büchern stehen die Namen von Königen. Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?“ Mit der Ausrede, dass ohne eine derartige Verkürzung Übersicht und Lesbarkeit der Darstellung verlorengingen, machen wir aber weiter so.

 

Bürgerkrieg

Die Ermordung seines Enkel Manuel durch die Wachen dessen Bruders veranlasste Andronikos II., diesen von der Thronfolge auszuschließen, was der wiederum seinem Opa krummnahm. Statt seiner sollte sein Onkel Konstantinos (1278/1281 bis 1334/1335) der nächste Kaiser werden. Das war nicht die Lösung, die dem Enkel vorschwebte. So griff er zu den Waffen, um sich die Macht mit Gewalt zu holen. Eine Reihe von Schlichtungsversuchen, den nun folgenden Bürgerkrieg zu beenden, scheiterten. 1321 wurde dann das eh schon sehr zusammengeschrumpfte Reich geteilt: Andronikos II. regierte in Konstantinopel, der Enkel als Andronikos III. in Adrianopel. Das sorgte nicht hinreichend für Frieden. 1322 einigten beide sich auf eine gleichberechtigte Herrschaft über das Gesamtreich. 1325 wurde Andronikos III. offiziell in der Hagia Sophia gekrönt. Also eine Doppelspitze, ein schwieriges Konstrukt, wie wir wissen. So auch hier. Nachdem es 1327 erneut zu Konflikten kam, wurde Andronikos II. im Mai 1328 schließlich endgültig gestürzt. Immerhin wurde er nicht ermordet und starb 1332 wohl eines natürlichen Todes.

 

Kleine Erfolge

Byzanz war mittlerweile zu allenfalls einer Mittelmacht geschrumpft. Zwar konnte Andronikos III. sich einem weiteren Verfall mit einigem Erfolg entgegenstellen, wobei ihm insbesondere auf dem Balkan auch innenpolitische Entwicklungen in Ungarn, Serbien und Bulgarien und Zwistigkeiten zwischen diesen halfen. Weite Teile von Epirus und Thessalien konnte er dem Reich wieder einverleiben.

 

Gegen die Osmanen hatte er dagegen keinen Erfolg. Immer mehr Städte in Kleinasien, unter anderem Nikaia, gingen verloren. Nur noch wenige Enklaven blieben byzantinisch. Immerhin gelang es, Chios, Samos und Lesbos von den Genuesern zurückzuerobern.

 

Dabei half, dass der Kaiser sich wieder mehr um eine eigene Flotte kümmerte und auch in der Verwaltung durch seinen obersten Minister Johannes Kantakuzenos (etwa 1295 bis 1383, reg. 1347 bis 1354) einige Reformen umsetzen ließ. Für eine umfassende Sanierung des Staatshaushaltes fehlten jedoch Kraft und Zeit.

 

Immerhin war Andronikos III. ein tatkräftiger Herrscher, der sich aktiv um das Wohlergehen und Bestehen des Reiches kümmerte. Insofern war es für die Byzantiner bitter, dass er schon im Alter von 44 Jahren starb und sein Sohn Johannes (1332 bis 1391, reg. 1341 bis 1391) zu diesem Zeitpunkt erst acht Jahre alt war.

 

Kampf um die Regentschaft

In so jungen Jahren lässt sich schwer ein Reich regieren, auch kein zusammengeschrumpftes wie das Byzantinische. So verwundert es nicht, dass sich einige Menschen um das Amt des Regenten oder der Regentin stritten, unter anderem auch Johannes‘ Mutter Anna von Savoyen (um 1306 bis 1365). Der bisherige Premierminister, wenn wir es mal modern umschreiben wollen, Johannes Kantakuzenos hatte von seinem Freund Andronikos III. dabei den Auftrag, sich um das Wohl von Anna zu kümmern.

 

Die traute dem Minister allerdings eher zu, dass der sich primär um sein eigenes Wohl kümmern werde. Daher wandte sie sich, als Johannes auf dem Weg nach Griechenland war, um die Peloponnes wieder unter byzantinische Herrschaft zu bringen, an den hohen Beamten Alexios Apokaukos (gest. 1345), der als Megas Doux das Oberkommando über die byzantinische Flotte innehatte. Dieser verfolgte die Verwandten und Freunde von Kantakuzenos und ließ dessen Besitz einziehen.

 

Daraufhin reagierte der Verfolgte, indem er sich in Thrakien zum Kaiser Johannes VI. ausrufen ließ. Er schaffte es auch, 1347 in Konstantinopel einzuziehen. Johannes V. musste das Kaisertum des Usurpators anerkennen, konnte sich aber nach einigen Jahren und diversen Konflikten 1354 schließlich doch durchsetzen. Wir verzichten an dieser Stelle auf die Einzelheiten, die durch eine Reihe von Bündnissen mit Venedig, Genua, den Serben, den Osmanen und vielen anderen bis hin zu Menschen wie dem Genuesen Francesco Gattilusio (um 1330 bis 1384) geprägt waren. Dieser konnte als Besitzer von zwei Galeeren die Herrschaft über Lesbos erringen, als Gegenleistung dafür, dass er Johannes V. seine Unterstützung zusagte. Wir sehen an diesem Beispiel, wie kleinteilig mittlerweile die byzantinische Politik unterwegs war, wenn jemand mit zwei Galeeren schon ein wichtiger Bündnispartner für den Kaiser war.

 

Unterwerfung

Das bekamen auch die anderen Länder mit. 1355 riet der venezianische Doge Marino Faliero (zwischen 1280 und 1285 bis 1355, amt. 1354 bis 1355) zur Annexion des Byzantinischen Reiches. Dazu kam es nicht. Vielmehr musste Byzanz 1373 die Oberherrschaft der Osmanen anerkennen, nachdem alle Versuche, Bündnisse und Hilfe zu organisieren, gescheitert waren. Selbst die Unterwerfung Johannes‘ V. unter die päpstliche Kirche und seine am 18. Oktober 1369 geleistete Unterschrift unter das katholische Glaubensbekenntnis halfen nicht mehr. Die Osmanen hatten derweil auch auf europäischem Gebiet Erfolge. In den 1360er Jahren wurde beispielsweise Adrianopel erobert, das nun fortan Edirne heißen sollte.

 

Aber die Machtkämpfe gehen weiter

Trotz dieser existentiellen Krise fand man in Konstantinopel immer noch Zeit für innenpolitische Machtkämpfe. Johannes Sohn Andronikos (1348 bis 1385, reg. 1376 bis 1379) verbündete sich mit dem Sohn des Sultans, Savci Bey (gest. 1374). Eine merkwürdige Allianz. Murad I. (1319/1326 bis 1389, reg. 1359/1362 bis 1389) und Johannes V. konnten sich jedoch durchsetzen. Savci wurde vollständig geblendet, Andronikos lediglich auf einem Auge. Damit blieb er im Spiel.

 

Der Einäugige als Kaiser

Mit Unterstützung Genuas und der Osmanen konnte sich Andronikos aus seiner Gefangenschaft befreien, die Kontrolle über Konstantinopel erringen und als Andronikos IV. regieren. Wohl auch als Dank übertrug er den Genuesen die Insel Tenedos, heute das türkische Bozcaada vor dem Eingang zu den Dardanellen in der Nordostägäis gelegen. Sein Vater hatte diese kurz zuvor an die Venezianer verkauft, die insofern mit der Übertragung an den Erzrivalen so ihre Probleme hatten.

 

Sie begannen folgerichtig einen Krieg gegen Andronikos. 1381 endete der Streit um die Insel mit deren Entvölkerung und dem Schleifen der Befestigungsanlagen. Nach drei Jahren konnte Johannes V. mit seinem Sohn Manuel (1350 bis 1425, reg. 1391 bis 1425) an den osmanischen Hof fliehen. Er übertrug dem Sultan mit dem lydischen Philadelphia die letzte noch unter byzantinischer Herrschaft stehende Stadt und wurde dafür wieder als Kaiser installiert. Das Byzantinische Reich war eben nur noch ein Vasall des Sultans.

 

Die Byzantiner spielen "Nachfolgeregelung", die Osmanen erobern

Andronikos IV. musste fliehen. 1381 durfte er zurückkehren. Im Rahmen dieser Versöhnung wurde er zum Nachfolger von Johannes V. bestimmt und sein Sohn als dann potentieller Johannes VII. (1370 bis 1408, reg. 1390 und 1399 bis 1402) wiederum als sein Nachfolger. Diese Regelung fand Manuel wiederum nicht optimal und floh nach Thessaloniki, von wo aus er weite Teile Makedoniens und Thrakiens unter seinen Einfluss bringen konnte. Murad I. eroberte währenddessen weitere Teile des Balkans, so Sofia und Niš, und schließlich 1387 auch Thessaloniki. Manuel musste nach Lesbos fliehen.

 

Der eigentliche Herrscher auf dem ehemalig byzantinischen Territorium war nun der osmanische Sultan Murad I. Nach seinen Eroberungen auf dem Balkan musste er kurz zurück nach Kleinasien, um sich um aufmüpfige seldschukische Emire zu kümmern. So entstand ein kurzzeitiges Machtvakuum, das die Serben unter ihren Fürsten Lazar Hrebeljanović (um 1329 bis 1389, reg. 1371 bis 1389) und Vuk Branković (1345 bis 1397, reg. 1371 bis 1396) ausnutzen konnten. 1388 schlugen sie eine osmanische Streitmacht, ein Erfolg, der nicht von langer Dauer war. Murad kehrte zurück, zwang auf dem Weg den bulgarischen Zaren, sich zu unterwerfen, und kümmerte sich dann um die Serben.

 

Am 15. Juni 1389 kam es zur berühmten Schlacht auf dem Amselfeld, dem Kosovo polje. Murad fiel, sein Sohn und Nachfolger Bayezid I. (1360 bis 1403, reg. 1389 bis 1402) führte die Osmanen gleichwohl zum Sieg. Wir ersparen uns die Beschäftigung damit, welche Folgen aus dieser Schlacht im Serbien zum Ende des 20. Jahrhunderts abgeleitet wurden. Der Kosovo kann ein Lied davon singen.

 

Für Konstantinopel bedeutete der osmanische Sieg, dass es nunmehr vollständig inmitten des osmanischen Territoriums lag und lediglich die Peloponnes noch zu seinem Herrschaftsgebiet zählen konnte. Und dies war eher ein formaler Titel denn eine wirkliche Herrschaft. Politisch war man vollständig von den Türken abhängig, die sich ihr Wohlwollen von den einzelnen innenpolitischen Fraktionen gut bezahlen ließen.

 

Das nächste Mal erleben wir dann das wenig überraschend endgültige Ende des Byzantinischen Reiches.

Bildnachweise:

Vorschaubild:

"Einzug von Roger de Flor in Konstantinopel"

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Entrada_de_Roger_de_Flor_en_Constantinopla_(Palacio_del_Senado_de_Espa%C3%B1a).jpg?uselang=de (abgerufen am 28.12.2025)

Künstler: José Moreno Carbonero, 1888, Öl auf Leinwand, 350x550 cm

Standort: Palacio del Senada de España, Madrid

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