Islamische Reiche

im Aufbau – akt. bis Blog 173

 

Wann? Was?
10. Jh.v. Chr. Erwähnung der Königin von Saba in der Bibel
853 v. Chr. erste Erwähnung der Araber in assyrischen Quellen. Der arabische König Gindibu unterstützt Salamanassar III. in der Schlacht von Qarqar mit 1000 Kamelen
595 bis 570 v. Chr. Im Buch Hesekiel der Bibel werden arabische Karawanen erwähnt
525 bis 462 v. Chr. Lebenszeit des Dichters Aischylos, der in einem seiner Stücke die Araber erwähnt
4. Jh. v. Chr. bis 106 Königreich der Nabatäer (Sinai, Nordarabien, Palästina)
1. bis 10. Jh. Königreich Aksum
220 bis 638 Herrschaft der Gassaniden in Syrien
528 bis 569 al-Harit ibn Gabala König der Gassaniden
570 bis 632 Lebenszeit des Propheten Mohammed
um 595 Mohammed heiratet Chadidscha bin Chuwailid
um 610 Der Erzengel Gabriel erscheint Mohammed im Traum
611 Der spätere Kalif Uthman schließt sich Mohammed an
614 bis 630 Nahashi (auch Armah oder Ashama ibn Abjar genannt) König von Aksum
16.07.622 Mohammed zieht in die Oase Jathrib, das spätere Medina. Dieser Hidschra genannte Schritt ist der Beginn der muslimischen Zeitrechnung (Festlegung erfolgte 638)
624 Schlacht von Badr: Mohammed schlägt eine überlegene mekkanische Karawane
625 Mohammed unterliegt am Berg Uhud mekkanischen Truppen
627 Eine mekkanische Armee, die Medina erobern will, wird zurückgeschlagen
628 Vertrag von al-Hudaibiyya: Waffenstillstand zwischen Mohammed und Mekka
628 Mohammed erobert die Oase Chaibar, die an dem Angriff von 627 beteiligt war
630 Mohammed erobert Mekka
630 Sieg Mohammeds über die Stämme der Hawazin, Banu Nasr und Thaqif bei Hunain
632 bis 634 Abu Bakr Kalif
634 bis 644 Umar ibn al-Chattab Kalif
634 Umar erobert Palästina
635 Umar erobert Damaskus
20.08.636 Schlacht am Yarmuk: Umar schlägt die Byzantiner unter Herakleios
638 Schlacht bei al-Qaddisyya: Umar schlägt die Sassaniden
639 bis 642 Umar erobert Ägypten
644 bis 656 Uthman ibn Affan, ein Umayyade, Kalif
645 Uthman erobert Tiflis
647 Uthman erobert Tripolitanien
649 Uthamn besetzt Zypern
651/652 Die Provinz Chorasan wird besetzt
652 Uthman erobert Oberäygpten. Das Königreich Nubien muss Tribute leisten
652 Angriff auf Sizilien
652/653 Armenien unterwirft sich der muslimisch-arabischen Herrschaft
655 Die Chasaren stoppen den Vormarsch der muslimischen Truppen. Diese müsen das eroberte Derbent wieder aufgeben
655 Vernichtung der byzantinischen Flotte
656 Widerstand gegen Uthman in Fustat
04.12.656 Kamelschlacht: Ali besiegt oppositionelle Kräfte um Mohammeds Witwe Aisha
656 bis 661 Ali ibn Abi Talib Kalif
657 Gefechte bei Siffin: Unentschieden zwischen Ali und Muawiya, Gouverneur von Damaskus. Klärung über Schiedsspruch vereinbart. Muawiya übertölpelt Ali und wird Kalif, nachdem er auch Alis Sohn Hasan mit Gewalt zum Verzicht bewegt hat
661 bis 680  Muawiya I. Kalif
667 Erneute Angriffe auf Sizilien (nach 652). Ein Großteil der Insel wird besetzt.
um 670 Gründung des Stützpunktes Kairouan in der Nähe von Karthago
678 Der letzte arabische Angriff auf Konstantinopel wird mit Hilfe des griechischen Feuers zurückgeschlagen
680 Friedensvertrag zwischen Byzanz und Muawiya
680 bis 683 Yazid I. Kalif
10.10.680 Schlacht von Kerbela: Alis Sohn Husain unterliegt auf dem Weg nach Kufa Yazid
683 Niederlage bei der Oase Biskra gegen eine Koalition aus Berbern und Byzanz
26.08.683 Schlacht von Harra: Yazids Truppen schlagen die Einwohner von Medina
683 bis 684 Muawiya II. Kalif
684 bis 685 Marwan I. Kalif
Juli 684 Schlacht bei Mardsch Rahit: Marwan II. schlägt den Rebellen Abdallah ibn az-Zubair
685 bis 705 Abd al-Malik Kalif
685/686 Pestepidemie
686 Der alidische Aufständische Muchtar schlägt Abd al-Malik im Nordirak
688 bis 690 Pestepidemie
689 Abd al-Malik erobert den Irak zurück
690 Friedensschluss zwischen dem Kalifat und dem Byzantinischen Reich
692 Endgültiger Sieg Abd al-Maliks über die Rebellen, Abdallah stirbt am 4. Oktober
ab 696 Die byzantinischen und persischen Münzen werden durch eigene des Kalifats ersetzt
702 bis 710 Witiza König der Westgoten
705 bis 715 al-Walid I. Kalif. Unter ihm erreicht das Kalifat seine räumlich größte Ausdehung
707 bis 715 Bau der Umayyaden-Moschee in Damaskus
711 Tariq ibn Ziyad landet in Spanien. Sieg über den westgotischen König Roderich am Guadalete (19. Juli)
711 Eroberung des Indusgebietes
711 bis 713 Abwehr chasarischer Einfälle im Kaukasus
712 Musa ibn Nusair landet mit 18.000 Mann in Spanien. Carmona und Sevilla werden erobert
ab 712 Eroberung von Transoxanien
713 Eroberung von Mérida
714 Eroberung von Saragossa
715 bis 717 Sulaiman ibn Abd al-Malik Kalif
717 Fertigstellung der al-Aqsa-Moschee in Jerusalem
717/718 Belagerung von Konstantinopel. Leo III. kann die Muslime zurückschlagen. Die arabische Flotte wird weitgehend vernichtet, was die Herrschaft im Mittelmeer beendet
717 bis 720 Umar ibn Abd al-Aziz Kalif
720 Eroberung von Barcelona und Narbonne
720 Aufstand des westgotischen Adeligen Pelayo in al-Andalus. Er siegt bei Covadonga an der Biskaya und kann dort seine Herrschaft stabilisieren
720 bis 724 Yazid II. Kalif
721 Niederlage der Muslime bei Toulouse gegen den aquitanischen Fürsten Eudo
722 Abwehr eines erneuten chasarischen Überfalls im Kaukasus. Bis 737 immer wieder erneute Überfälle
724 bis 743 Hisham Kalif
725 Aufstände der christlichen Kopten in Ägypten
728 Das 655 kurzzeitig besetzte Derbent wird erneut von den Muslimen erobert
Oktober 732 Schlacht von Tour und Poitiers: Karl Martell schlägt Abd ar-Rahman ibn Abdallah al-Ghafiqi und stoppt so nachhaltig den arabischen Vormarsch
733 bis 765 Dschafar as-Sadiq Imam der Schiiten
737 Endgültige Unterwerfung der Chasaren
739 bis 741 Aufstände im Maghreb
739 bis 757 Alfons I. König von Asturien, dem von Pelayo 720 gegründeten Reich
740 Niederlage gegen das Byzantinische Reich bei Akroinon
740 Aufstände der Schiiten im Irak
740 Aufstand der Berber in Marokka. Niederlage einer vom Kalifen geschickten Entsatzarmee bei Bagdoura
743 bis 744 al-Walid II. Kalif
743 Eroberung Kufas durch die Charadschiten
744 Yazid III. Kalif
744 Ibrahim ibn al-Walid Kalif
744 bis 750 Marwan II. Kalif. Damaskus wird Hauptstadt
746/747 Vertreibung der Charidschiten aus dem Irak
747 Beginn des abbasidischer Aufstand im Iran
747 bis 756 Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri Statthalter in al-Andalus
749 Die abbasidische Revolte erobert Mesopotamien
749 bis 754 Der Abbaside Abu l-Abbas as-Saffah ruft sich nach der Eroberung Mesopotamiens zum Kalifen aus
25.01.750 Schlacht am Großen Zab: Niederlage Marwans gegen die Abbasiden. Er flieht nach Ägypten, wo er am 06.08.750 getötet wird. Ende des umayyadischen Kalifats
751 Sieg der Abbasiden über die Chinesen am Talas-Fluss
754 bis 775 Abu Dschafar al-Mansur abbasidischer Kalif
756 bis 788 Abd ar-Rahman I. Emir von Córdoba. Er ist Umayyade, Enkel von Hisham, und erklärt seine Unabhängigkeit vom nun abbasidischen Kalifat. Bis 760 gelingt es ihm, den Widerstand abbasidischer Anhänger zu brechen
762 Beginn des Baus von Bagdad als neuer Hauptstadt des abbasidischen Kalifats
762 Der Alide Muhammad an-Bafs az-Zakir, Anführer einer Revolte gegen die Abbasiden erobert Mekka und Medina. Er wird im Dezember getötet, was den Aufstand beendet
765 bis 769 Musa ibn Dschafar al-Kazim Imam der Schiiten
775 bis 785 al-Mahdi abbasidischer Kalif
778 Zug Karls des Großen nach Spanien. Nach der Eroberung einiger Städte wie Saradgossa muss er den Rückzug antreten. Seine Nachhut unter Hruotland ("Roland") wird in den Schluchten von Roncesvalles vernichtet
778 Beginn der Herrschaft der Rustamiden in West-Algerien
785 bis 786 al-Hadi abbasidischer Kalif
786 bis 809 Harun ar-Raschid abbasidischer Kalif
789 bis 791 Idris I. Herrscher und Gründervater der Idrisiden
795/706 Musa ibn Dschafar al-Kazim, siebter schiitischer Imam, wird von Harun ar-Raschid festgesetzt
798 bis 803 Dschafar al-Barmaki Oberhaupt der Barmakiden
800 Beginn der Herrschaft der Aghlabiden in Ifriqiya
801 Karl der Große erobert Barcelona
802 Harun ar-Raschid schenkt Karl dem Großen den Elefanten Abul Abbas, der bis 810 lebt
805 Harun ar-Raschid erobert Zypern
806 Gründung der Spanischen Mark nach weiteren Eroberungen durch Karl den Großen
809 bis 813 Al-Amin abbasidischer Kalif
811 Niederlage al-Amins bei Rey gegen al-Mamun.
813 bis 828 Abdallah al-Akbar Imam der Schiiten
813 bis 833 Al-Mamun nach dem Sturz al.Amins abbasidischer Kalif
815 bis 819 alidische Aufstände gegen al-Mamun
817 Al-Mamuns Onkel Ibrahimibn al-.Mahdi wird zum Gegenkalifen ausgerufen und kann Bagdad und Kufa in seine Gewalt bringen. 819 dankt er ab.
ab 821 zunehmende Eigenständigkeit der Statthalter Chorasans (Tahir ibn al-Husain und sein Sohn Talha ibn Tahir)
827 bis 878 Schrittweise Eroberung Siziliens durch die Aghlabiden
833 bis 842 Al-Mutasim bi-llah abbasidischer Kalif
836 Gründung von Samarra als neue Hauptstadt
844 Normannischer Plünderungszug von Lissabon über Cádiz bis nach Sevilla
846 Plünderung Roms durch die Aghlabiden
847 bis 861  Al-Mutawakkil abbasidischer Kalif
847 bis 871 Aghlabidisches Emirat in Süditalien
850 bis 866 Ordoño I. Herrscher von Asturien
Mitte des 9. Jh. Aufstände in al-Andalus. Mérida, Toledo, Saragossa, Granada, Málaga gehen zeitweise verloren, so dass der Emir nur noch über Córdoba selbst herrscht. Ordoño von Asturien erobert Lón und verlegt seine Hauptstadt dorthin. Auch Coimbra wird von ihm erobert. Ansonsten unterstützt er den Emir von Córdoba gegen den Rebellen Umar ibn Hafsun, einem Westgoten, der zum Islam konvertiert war
859 Erneuter normannischer Angriff auf al-Andalus. Dieser und weitere werden durch eine in Alméria stationierte Flotte abgewehrt
861 bis 862 Al-Mutansir abbasidischer Kalif
862 bis 866 Al-Mustain abbasidischer Kalif
866 bis 869 Al-Mutazz abbasidischer Kalif (zunächst von den Türken installierter Gegenkalif)
866 bis 901 Alfons III. Herrscher von Asturien
868 Die Tuluniden erobern Ägypten vom abbasidischen Kalifat
868 bis 884 Ahmad ibn Tulun (zunächst Statthalter) Herrscher in Ägypten
869 bis 870 Al-Muhtadi abbasidischer Kalif
869 bis 883 Revolution der afrikanischen Zandsch im Südirak. Wird 883 durch al-Mutamid niedergeschlagen
870 bis 892 Al-Mutamid abbasidischer Kalif
875 Ahmad ibn Tulun, Herrscher von Ägypten, erobert die Cyrenaika
878 Ahmad ibn Tulun, Herrscher von Ägypten, erobert Syrien bis zum Taurus-Gebirge. Kilikien muss aber bald nach einer Revolte von Ibn Tuluns Sohn aufgegeben werden
884 bis 896 Chumarawaig tulunidischer Herrscher in Ägypten
888 bis 912 Abdallah ibn Muhammad Emir von Córdoba. Beginn der Rückeroberung von al-Andalus
890 bis 1003 Aleppo ist ein selbständiges Emirat der Hamdaniden (ab 969 Byzanz tributpflichtig)
892 bis 902 Al-Mutadid bi-llah abbasidischer Kalif
895 bis 925 Yaltawar Almysch Herrscher der Wolgabulgaren
902 bis 908 Al-Muktafi abbasidischer Kalif
905 Die Abbasiden können wieder die Macht in Äypten von den Tuluniden übernehmen
908 bis 932 Al-Miúqtadir abbasidischer Kalif
909 Die Fatimiden gründen in Ifriqiya ein "eigenes" Kalifat. Unterwerfung der Aghlabiden und Rustamiden
909 bis 934 Abdallah al-Mahdi erster Kalif der Fatimiden
914/915 Ein fatimidischer Versuch, Ägypten zu erobern scheitert. Kurzfristig kann Alexandria besetzt werden
916 bis 1125 Reich der Kara Kitai in Nordostchine (Liao-Dynastie)
919/920 Ein neuerlicher fatimidischer Versuch, Ägypten zu erobern, scheitert
922 Yaltawar Amysch, Herrscher der Wolgabulgaren, konvertiert zum Islam
927 Endgültiges Ende der von Umar ibn Hafsun angeführten Rebellion durch die Eroberung der von seinem Sohn gehaltenen Festung Bobastro
929 bis 961 Abd ar-Rahman III. Emir von Córdoba 
929 Umwandlung des Emirats von Córdoba in ein Kalifat
930 Die Qarmaten erobern Mekka
932 bis 945 Die schiitischen Buyiden erobern sukzessive Persien und den Irak
935 bis 946 Abu Bakr Muhammad ibn Tughdsch al-Ichschid zunächst Gouverneur, dann spätetens ab 939 Herrscher von Ägypten
936 Schaffung des Amtes des Großemirs (Amir al-Umara)
939 Niederlage von Abd ar-Rahman III. bei Simancas gegen Léon
943 bis 946 Abu l-Qasim al-Qaim Herrscher der Fatimiden
945 Abkommen zwischen Ibn Tughdsch und den Hamdadiden (Absicherung gegen die Fatimiden)
946 Die schiitischen Buyiden erobern Bagdad
946 bis 953 Ismail al-Mansur Kalif der Fatimiden, Vorstoß bis zum Atlantik
946 bis 968 Abu l-Misk Kafur Herrscher in Ägypten (Ichschidide)
949 bis 983 Adud ad-Daula Herrscher der Buyiden
bis 951 Abd ar-Rahman III. erringt die Oberhoheit über Léon, Kastilien und Barcelona
953 bis 975 Abu Tamim al-Muizz Kalif der Fatimiden
966 Erneuter normannischer Angriff auf al-Andalus
968 Die Qarmaten erobern Damaskus
968 bis 969 Abu l-Fawaris Ahmad ibn Ali (letzter) ichschididischer Herrscher Ägyptens
969 Die Fatimiden übernehmen die Macht in Ägypten
969 Gründung von Kairo
971 Die Qarmaten erobern erneut Damaskus und können es bis 978 halten
973 Kairo wird Hauptstadt des fatimidischen Kalifats
976 bis 1009 Hischam II. Kalif von Córdoba, Regent ist Almansor
bis 978 Die Fatimiden erobern Palästina, Syrien und den Hedschas mit Mekka und Medina
979 Der erste fatimidische Regierungschef wird zum Wesir ernannt
985 Ende der Herrschaft der Idrisiden im Maghreb durch die Machtausweitung des umayyadischen Kalifats von Córdoba
996 bis 1021 al-Hakim fatimidischer Kalif in Ägypten. Er verschwindet 1021 spurlos, was einige als Zeichen seiner Göttlichkeit werten (s.u.)
997 Das Kalifat von Córdoba erobert Santiago de Compostela
997 bis 1000 Abu l-Futuh Bardschawan Regierungschef der Fatimiden in Ägypen, Entmachtung der Berber
998 bis 1030 Mahmud von Ghazni Herrscher der Ghaznawiden
1009 Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem durch al-Hakim
1009 bis 1010 Suleiman al-Mustain Kalif von Córdoba
1010 bis 1013 Hischam II. erneut Kalif von Córdoba
1013 bis 1016 Suleiman al-Mustain erneut Kalif von Córdoba
1015 Das Emirat von Aleppo wechselt von der byzantinischen Lehnshoheit in die fatimidische
1016 bis 1018 Ali ibn Hammud an-Nasir, Führer der Hammudiden, erobert 1016 Málaga und Córdoba und macht sich zum Kalifen von Córdoba
1016 bis 1062 al-Muizz ibn Badis az-Ziri Vizekönig der Fatimiden in Kairouan. Er sagt sich 1051 von den Fatimiden los
1016 bis 1063 Tughrul Beg Herrscher der Seldschuken: Eroberung Chorasans und Vertreibung deer Ghaznawiden
1019 Skandal um Hamza ibn Ali ibn Ahmad ("al labbad") und Anuschtekin (ad-Darzi), die den fatimidischen Kalifen al-Hakim als Gott verehren. Daraus entwickelt sich spätesens ab 1043 die Religion der Drusen
1021 bis 1036 az-Zahir fatimidischer Kalif in Ägypten, inthronisiert durch al-Hakims Schwester Sitt al-Mulk, die auch zunächst die Regierungsgeschäfte übernimmt
1026 bis 1031 Hischam III. (letzter) Kalif von Córdoba
1027 Wiederaufbau der Grabeskirche wird durch az-Zahir genehmigt
1028 Wesir wird der offizielle Titel des fatimidischen Regierungschefs
1028 bis 1045 Ali ibn Ahmed al-Dschardscharai Wesir der Fatimiden. Verbesserung des Verhältnisses zum Byzantinischen Reich
1036 bis 1094 Abu Tamim Maad al-Mustansi I. fatimidischer Kalif in Ägypten
1051 Der Ziride al-Muizz ibn B Adis az-Ziri, davor Vizekönig in Kairouan, sagt sich von den Fatimiden los und erkennt den abbasidischen Kalifen in Bagdad als geistigen Führer an
1055 Die Seldschuken erobern Bagdad. Sie lösen die Buyiden als Schutzmacht des Kalifen ab
1059 Der Mamluke Arslan al-Basasiri erobert Bagdad. Er schickt die abbasidischen Throninsignien zu den Fatimiden
1060 Tughrul Beg, seldschukischer Herrscher, erobert Bagdad zurück
1063 bis 1072 Alp Arslan Herrscher der Seldschuken
1068 Aufgrund von Missernten in Ägypten seit 1065 müssen die Fatimiden die Getreidelieferungen nach Mekka und Medina einstellen. Der Scherif von Mekka unterstellt sich den Seldschuken
1071 Alp Arslan erobert Aleppo
1071 Schlacht von Manzikert: Die Seldschuken schlagen das Byzantinische Reich vernichtend. Kaiser Romanos IV. gerät in Gefangenschaft
1071 Erneuter normannischer Angriff auf al-Andalus
1072 Alp Arslan stirbt auf einem Feldzug gegen die Karachniden (am Oxus)
1072 bis 1092 Malik Schah I. Herrscher der Seldschuken, Abspaltung der Rum-Seldschuken in Anatolien
1074 bis 1094 Badr al-Dschamili Wesir der Fatimiden: Konsolidierung des Reiches
1076 Die Seldschuken erobern Damaskus
1077 bis 1097 Anusch-Tegin Ghartschai Statthalter von Choresmien
1094 bis 1101 Abu l-Qasim Ahmad ibn al-Mustansir Kalif der Fatimiden. Er setzt sich mit Unterstützung des Wesirs al-Afdal Schahanschah gegen seinen Bruder Abu l-Mansur Nizar durch. Nazirs Anhänger radikalisieren sich als fidaiyyun (Assassini) südlich der Kaspischen Meeres
1094 bis 1121 al-Afdal Schahanschah Wesir der Fatimiden
1098 Eroberung Jerusalems durch die Fatimiden
1099 Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer
1101 bis 1130 al-Amir fatimidischer Kalif. Er wird ein Opfer der Assassini
1118 bis 1157 Ahmad Sandschar Herrscher der Seldschuken
1128 bis 1218 Reich der Kara Kitai in Zentralasien (Kasachstan bis Xinjiang)
1130 bis 1149 al-Hafiz Kalif der Fatimiden
1136 bis 1160 al-Muqtafi abbasidischer Kalif
1136 bis 1175 Schams ad-Din Eldigüz Atabeg von Aserbaidschan
1141 Niederlage Ahmad Sandschars gegen die Kara Kitai
1146 bis 1174 Nur ad Din Herrscher von Aleppo und Syrien
1153 Mit Askalon fällt der letzte fatimidische Stützpunkt in Palästina an die Kreuzfahrer
1153 bis 1159 Muhammad II. ibn Mahmud Co-Sultan der Seldschuken (für Westpersien und den Irak)
1159 bis 1160 Sulaiman Schah Sultan der Seldschuken
1160 bis 1171 al-Adid letzter fatimidischer Kalif in Ägypten
1169 Eroberung des fatimidischen Ägypten durch den Ayyubiden Asad ad-Din Schirkuh mit Unterstützung Nur ad-Dins aus Aleppo
1172 bis 1200 Ala ad-Din Tekisch Choresm-Schah, Herrscher von Choresmien
1174 bis 1181 as-Salih Ismail Herrscher von Aleppo
1174 bis 1193 Saladin Herrscher der Ayyubiden
1176 Saladin schlägt as-Salih Ismail bei Damaskus. Mit der Heirat von Nur ad-Dins Witwe wird er auch formal Herrscher von Syrien
1176 bis 1194 Toghril III. Sultan der Seldschuken
bis 1181 Saladin erobert Syrien, das nördliche Mesopotamien, den Jemen und  Nubien
04.07.1187 Schlacht von Hattin: Saladin schlägt die Kreuzfahrer und erobert im Anschluss (02.10.) Jerusalem
07.09.1191 Richard Löwenherz schlägt Saladin und erobert im Anschluss Jaffa (10.09.)
28.04.1192 Konrad von Montferrat, König von Jerusalem, wird von den Assassini ermordet
02.11.1192 Waffenstillstandsvertrag zwischen Saladin und Richard Löwenherz
1196/1200 bis 1218 al-Adil Abu Bakr I. Herrscher der Ayyubiden (ab 1196 in Syrien, ab 1200 in Ägypten)
1206 bis 1227 Dschingis-Khan Herrscher der Mongolen
1218 bis 1229  al-Malik al-Aschraf Musa Herrscher der Ayyubiden in Mesopotamien
1218 bis 1227 al-Muazzam Herrscher der Ayyubiden in Syrien
1218 bis 1238 al-Kamil Herrscher der Ayyubiden in Ägypten
1219/1220 Die Mongolen erobern Choresmien
1220 bis 1231 Dschalal ad-Din letzter Choresm-Schah
1221 al-Kamil bietet den in Ägypten eingefallenen Kreuzfahrern des 5. Kreuzzugs zunächst die Übergabe Jerusalems an, kann sie aber, nachdem sie abgelehnt hatten, schlagen und vertreiben
1221 Dschalal ad-Din gewinnt eine Schlacht gegen die Mongolen, verliert in Folge aber eine weitere am Indus (gegen Dschingis-Khan)
1224 Dschalal ad-Din stürzt seinen im Irak herrschenden Bruder
1225 und 1229 Dschalal ad-Din besiegt die Georgier
18.02.1229 Frieden von Jaffa zwisxhen al-Kamil und Friedrich II.: Anerkennung des christlichen Königreichs Jerusalem durch die Ayyubiden 
1229 bis 1237 al-Malik al-Aschraf Musa Herrscher der Ayyubiden in Syrien
1230 Dchalal ad-Din erobert im dritten Anlauf das ayyubidische Ahlat in der Osttürkei
1231 Die Mongolen besiegen Dschalal ad-Din und ermorden ihn
1238 bis 1240 al-Adil II. Herrscher der Ayyubiden in Ägypten
1240 bis 1249 as-Salih Ayyub Herrscher der Ayyubiden
1241 Mongolische Siege bei Liegnitz und Muhio, anschließender Rückzug
1242 bis 1248 al-Mustasim abbasidischer Kalif
1244 as-Salih Ayyub erobert Jerusalem
Oktober 1244 as-Salih Ayyub schlägt die mit ayyubidischen Rebellen verbündeten Kreuzfahrer bei La Forbie
1245 as-Salih Ayyub erobert Damaskus. Er herrscht damit wieder direkt über weite Teile des ursprünglichen ayyubidischen Reichs
1249 bis 1250 Turan Schah Herrscher der Ayyubiden. Er schlägt die Kreuzfahrer und kann Ludeig IX. von Frankreich gefangennehhmen
1250 Schadschar ad-Durr ayyubidische Sultana (02.05. bis 31.07.1250), nachdem der Mamluke Baibars ihren Sohn Turan Schah gestürzt und ermordet hatte
1250 bis 1257 Izz ad-Din Aybak Regent der Mamluken, von 1250 bis 1254 pro forma für al-Aschraf Musa, danach unter dem Namen al-Malik al-Muizz als Sultan.
1250 bis 1260 An-Nasir Yusuf Emir der Ayyubiden in Syrien und Gaza
02.02.1251 Schlacht von al-Kura: Der mamlukische Emir Aktay schlägt an Ayyubiden an-Nasir Yusuf. Dieser kann kurz darauf aber bei Nablus siegen und die Herrschaft über Syrien behalten
1251 bis 1259 Möngke Khan Großkhan der Mongolen
1256/1257 bis 1267 Berke Khan der mongolischen Goldenen Horde, mit der sich später Baibars vebündete (Bündnis hielt bis 1323)
1257 Ermordung des mamlukischen Sultans al-Malik al-Muizz auf Veranlassung seiner Ehefrau Schadschar ad-Adurr
1257 bis 1259 al-Mansur Nur ad-Din ali Sultan der Mamluken. Starker Mann ist Qutuz, der ihn 1259 ermordet, um selbst Sultan zu werden
1258 Die Mongolen erobern Bagdad
1259 bis 1260 Saif ad-Din Qutuz Sultan der Mamluken, nachdem er den Emir Aktay ermordet hatte (Baibars konnte fliehen)
02.03.1260 Die Mongolen unter dem Feldherrn Kitbukha erobern verbündet mit Christen Damaskus
03.09.1260 Schlacht von Ain Dschalut: Die Mamluken unter Sultan Qutuz besiegn die Mongolen, die sich hinter den Euphrat zurückziehen müssen
November 1260 Sangar al-Halabi, Emir von Damaskus, erklärt seine Unabhängigkeit von den Mamluken
1260 bis 1277 Baibars I. Sultan der Mamluken, nachdem er am 24.10.1260 Qutuz ermordet hatte
1261 al-Mustansir II. abbasidischer Kalif (ernannt durch Baibars). Er stirbt im Kampf gegen die Mongolen
1262 Baibars besiegt endgültig Aqqusch al-Burli, der sich in Aleppo selbständig gemacht hatte und von Sangar al-Halabi nicht vertrieben werden konnte
1262 bis 1302 al-Hakim I. abbasidischer Kalif (ernannt durch den mamlukischen Emir von Damaskus Sangar, 1262 von Baibars akzeptiert)
1265 Der mongolische Feldherr Hülegü, Khan des Il-Khanats, besiegt im Nordiran die Assassinen und erobert im Anschluss Bagdad
1265 bis 1282 Abaqa Kahn des mongolische Il-Khanats
1265 bis 1282 Kai Chosrau III. Khan der Seldschuken
1266 Baibars überfällt und plündert das in Kiliken liegende Königreich Kleinarmenien
1268 Baibars erobert die christlichen Städte Jaffa, Ramla, Antiochia
Juli 1271 Baibars Versuch, Zypern zu erobern, scheitert. Die Flotte zerschellt an einem Riff
Mai 1272 Waffenstillstand zwischen Baibars und Edward Plantagenet (7. Kreuzzug) für die nächsten 11 Jahre. Akkon, Beirut, Tyros, Sidon, Tripolis und die Burd Gibelet bleiben als letzte Stützpunkte christlich
1273 Baibars schlägt dier Mongolen am Euphrat
1277 Schlacht von Elbistan: Baibars schlägt ein Bündnis von Abaqa mit den Seldschuken unter Kai Chosrau III. Er kann danach in Anatolien bis Kayseri vorstoßen, besetzt die Region allerdings nicht
1881 bis 1885 Mahdi-Aufstand